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Vereine sammeln: Eine Schlachtplatte für die Turmuhr

Von Die alte Uhr am Rathaus ist kaputt und soll ersetzt werden. Das kostet jedoch mehrere Tausend Euro. Noch einmal kam deswegen der eigentlich schon aufgelöste Vereinsring in Heinzenberg zusammen – auf Einladung von Ortsvorsteher Erhard Lohnstein (FWG). Kurzerhand beschloss man ein zünftiges Fest, um Geld zu sammeln.
Und schon zeigt die neue Uhr, was sie geschlagen hat. Der Blick nach oben lohnt sich in Heinzenberg wieder. Was noch fehlt, ist das Geld für die neue Uhr. Bilder > Und schon zeigt die neue Uhr, was sie geschlagen hat. Der Blick nach oben lohnt sich in Heinzenberg wieder. Was noch fehlt, ist das Geld für die neue Uhr.
Grävenwiesbach. 

Wird der Mensch 80 Jahre, feiert die gesamte Familie. Steht ein Gebäude 80 Jahre im Dorf, kräht kein Hahn danach. Nicht so in Heinzenberg. Da sollte nämlich dieses Jubiläum groß gefeiert werden. Wird es jetzt aber doch nicht. Jedenfalls nicht in diesem Jahr. Schuld ist die Rathausuhr, die oben im Turm installiert ist und keinen schönen Augenaufschlag mehr wert ist. Also sollte sie schnellstens restauriert werden, um im Sommer in voller Pracht und mit Goldziffern bestückt zu erstrahlen, während unter ihr das Jubiläumsfest gefeiert wird.

Erfahrungen von nebenan

Damit dieser Wunsch Wirklichkeit werden konnte, waren eigens die Freunde aus dem Nachbarort Naunstadt gekommen und hatten von ihren eigenen Restaurierungsarbeiten an der Naunstädter Rathausuhr ausführlich berichtet. Der Ortsbeirat zeigte sich davon angetan, auch wenn da jede Menge Arbeit anstand.

Die Gemeinde versprach schließlich, den Aus- und Einbau des Uhrwerkes zu bezahlen, was immerhin 800 Euro kostet. Und der Ortsbeirat wollte mit Hilfe einiger engagierter Mitbewohner ans Werk gehen, um die Uhr wieder ansehnlich zu machen.

So weit die Vorgeschichte. Dann aber kam es ganz anders. Erhard Lohnstein stieg mit einem Fachmann in den Turm. Dort zeigte sich das wahre Ausmaß. Das Ziffernblatt hatte enorme Schäden davongetragen, weshalb der Ortsvorsteher sich überzeugen ließ, eine neue Uhr zu beauftragen. In Summe bedeutet dies einen Betrag von 4500 Euro, die es jetzt aufzubringen gelte, berichtete Lohnstein.

Je nach Wetterlage

Also vertraute er auf die Vereine und lud den Vereinsring, den es wie erwähnt im Dorf eigentlich gar nicht mehr gibt, zu einem Treffen ins Dorfgemeinschaftshaus ein. Dort beschlossen die Vereinsvertreter, dass es in diesem Jahr nichts mehr mit einer großen Jubiläumsfeier für das Rathaus wird. Stattdessen könnte ein anderes Fest dazu beitragen, die Kosten für eine neue Uhr wenigstens teilweise zu begleichen.

Deshalb wird am Samstag, 7. Oktober, je nach Wetterlage vor oder im Dorfgemeinschaftshaus, gefeiert. Ab 18 Uhr dürfen sich die hoffentlich zahlreichen Besucher auf eine zünftige Schlachtplatte freuen. Wem das kulinarisch nicht zusagt, kann sich mit Gyros aus der Pfanne satt essen.

Alle Beteiligten hoffen, dass dadurch genügend Geld zusammenkommt. Denn wenn der Uhrturm fertiggestellt ist, dann soll einer Jubiläumsfeier nichts mehr im Wege stehen. Auch wenn dann nicht mehr das 80-jährige sondern das 81-jährige Bestehen des kleinen Rathauses gefeiert wird.

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