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Ein zweites Zuhause nur für die Jugend

Von Als zweites Zuhause, als Raum, in dem sie unter sich sein können – so sehen die Jugendlichen in Eschbach ihr Juz. Da fühlen sie sich wohl. In unserem letzten teil der Serie haben sie uns einen Blick ins Domizil geboten.
Sie sind eine coole Gruppe junger Menschen, die fest zusammenhält. So ist das nun mal im Eschbacher Örtchen. Sie sind eine coole Gruppe junger Menschen, die fest zusammenhält. So ist das nun mal im Eschbacher Örtchen.
Eschbach. 

Irgendwie sind sie anders als die restlichen Usinger Juz’ler, die jungen Leute, die das Juz in Eschbach besuchen. Nicht umsonst nennen sie es „Das Örtchen“, das in der Schulstraße im Untergeschoss des Bürgerhauses zu finden ist.

Die Treppe runter, und schon ist man da. Ein großer Raum angefüllt mit Sofas, die teilweise bessere Tage gesehen haben, fallen sofort ins Auge. Und die vielen Graffitis. Auf die sind die jungen Leute besonders stolz. Der Raum soll renoviert werden. Das haben sie sich vorgenommen. Aber was passiert dabei mit den Schriftzügen an der Wand?

Miguel Seyfarth (18 Jahre), sein 20-jähriger Bruder Pascal und Christine Caldeira bilden den Vorstand. Die 18-Jährige hat die Hand auf der Kasse. Sie passen alle Drei auf, öffnen die Tür, sind verantwortlich, was im Raum geschieht. Miguel ist eindeutig der Chef, auch wenn sie sich als Team betrachten.

Er und sein Bruder waren bereits 2013 dabei, als das Juz eröffnet wurde. „Wir sind 20 Leute wenn alle da sind“, erzählt er. Geöffnet ist dieses Jugendzentrum immer von Freitag bis Sonntag ab 17 Uhr. Um 22 Uhr ist Schluss. Richtig sauer waren alle, als eingebrochen wurde. Der Fernseher und auch die Musikanlage waren weg. Aber es gab einen Spender, der sofort ein TV-Gerät zur Verfügung stellte. „Das war echt gut“, sagt Miguel Seyfarth.

Renovierung geplant

Von ihrem Anteil an dem Geld, das der Hochtaunuskreis für die Jugendzentren bereithält, wollen sie die Renovierung des Juz finanzieren. Es fehlen aber auch noch Möbel, sagt Miguel. Eine Couch fällt fast auseinander. Ein Tisch und Stühle wären toll. „Dann könnten wir dort zusammensitzen und gemeinsam essen“, stellt er sich vor. „Es soll sich hier anfühlen wie zu Hause“, fügt er hinzu. Dieses Juz sei wie ein Wohnzimmer für sie. Ein Raum, der nur für sie bereit steht. Das sei einfach gut, stimmen die anderen mit ein.

Früher trafen sie sich bei einem Freund zu Hause. „Das geht eben auf Dauer nicht“, berichtet der Vorsitzende. Das müssen sie jetzt ja auch nicht mehr. Mit dem Örtchen haben sie ja den Platz, wo sie sich treffen und über alles, was sie bewegt, sprechen können.

Wenn sie nicht mit der Play Station spielen oder Filme angucken, dann geht es raus auf den gegenüberliegenden Fußballplatz. „Da wird gekickt“, sagen die Jungs. Die wenigen Mädchen, die dabei sind, schauen dann gerne einfach nur zu. Ihr aller Wunsch ist ein Tischkicker. „Und ein Billardtisch“, ergänzt einer in der Runde. Wer weiß, vielleicht werden auch im Örtchen Wünsche wahr.

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