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"Argentinien-Saison": Ein besonderes Konzert zum Abschluss

Von Mit Tango „Made in Jena“ an einem wunderbaren Mittsommer-Abend ging die Konzertsaison des Kulturkreises zu Ende. Das Publikum genoss nicht nur die Musik.
Mit einem Sommerkonzert und dem Tango-Duo Bettina und Wolfram Born zog der Kulturkreis einen Schlussstrich unter den Themenschwerpunkt Argentinien. Foto: Frank Saltenberger Mit einem Sommerkonzert und dem Tango-Duo Bettina und Wolfram Born zog der Kulturkreis einen Schlussstrich unter den Themenschwerpunkt Argentinien.
Usingen. 

Ein Konzert des Duos Bettina und Wolfram Born beendete die Saison 2016/2017 des Kulturkreises Usinger Land mit dem Themenschwerpunkt „Argentinien“, und Schauplatz des Abschlusskonzertes ist in der Regel das Pianohaus Wedell auf dem Stockheimer Hof.

Gerade deshalb freuen sich viele darauf, denn das Ambiente ist ein zusätzlicher Genussfaktor, es mangelt selten an Besuchern, und die waren auch diesmal zahlreich gekommen. „Im vergangenen Jahr haben wir die Tische mehr trocken gewischt als gedeckt“, sagte Gastgeberin Friederike Richter-Wedell bei der Begrüßung und erinnerte damit an das miese Wetter im vergangenen Jahr. Aber diesmal war es optimal: Die langsam untergehende Sonne tauchte den Hof in gelbrotes, wärmendes Licht, Wein und Kanapees hellten die Stimmung zusätzlich auf. Ein Teil des Publikums sitzt immer im Saal, wo auch die Musiker auftreten, der andere Teil an Bierzeltgarnituren im Hof, über einer offenen Fensterwand, gut sehend und hörend mit den Geschehnissen verbunden.

Heimatstadt verbunden

Die Musiker bescherten dem Publikum zwei Pausen zum Zugreifen, für einen Spaziergang in den Garten und erste Gespräche über das Dargebotene.

Die fielen zumeist überschwänglich aus, denn Bettina und Wolfram Born verstanden es, die Zuhörer für den Tango zu begeistern, allerdings war es ein Tango „Made in Jena“. In der thüringischen Stadt sind beide als freischaffende Künstler zu Hause, decken als solche ein breites Spektrum ab und schreiben unter anderem Musik für Bühnenstücke. Ihre Ausbildung haben sie ebenfalls beide an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ im benachbarten Weimar erhalten.

„Mi tango querido. Eine Liebeserklärung an den Tango“ lautete ihr Programm, das sie mit vielen informativen Erklärungen dem Publikum näherbrachten. So die unterschiedlichen Arten vom traditionellen Tango bis zum Tango-Erneuerer Astor Piazzolla, den Genres des klassischen Tangos, der schnellen Milonga oder dem Tango Vals. Natürlich gab es dazu jeweils reichlich Stücke vom Rio de la Plata, aber nicht nur, denn auch mit Kompositionen von der Saale ergänzten sie das Programm. Dabei ragten die „Schattenspiele“ Wolfram Borns heraus, mit denen er sich auch als Pianist hervorragend präsentierte.

Akkordeon im Schatten

Die Akkordeonistin Bettina Born, blieb technisch und künstlerisch durchweg im Schatten ihres Partners. Trotz spürbarer Liebe zur argentinischen Musik kam das, was den argentinischen Tango ausmacht, nämlich die emotionale Seite vom Tieftraurigen bis zum rhythmischen Feuerwerk einer Milonga nicht rüber, dazu reichte die Virtuosität einfach nicht aus. Das Thüringer Paar spielte den Tango auf seine Art vom Klassiker „La Cumparsita“ bis zu „Los pájaros perdidos“ von Piazzolla, spielte auch europäischen Tango, diesen teilweise argentinisch und den argentinischen europäisch.

Auf eigene Akzente setzte Bettina Born auch bei ihrem einzigen Gesangsstück des Programms, „Alfonsina y el mar“, das, mit leichter Melancholie vorgetragen und stimmiger Klavierbegleitung, zu einem Höhepunkt im Programm wurde.

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