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Ein Hoch auf die Chorvereinigung

Das Weinfest der Chorvereinigung Pfaffenwiesbach war wieder ein voller Erfolg. Und in der Küche wurde bis zum frühen Abend geschuftet.
Paul Josef Sommer schafft den Essensnachschub in die Garage. Bilder > Paul Josef Sommer schafft den Essensnachschub in die Garage.
Pfaffenwiesbach. 

Die Nacht vor dem Tag der deutschen Einheit war für Doris Schäfer bereits um 2 Uhr zu Ende. Nicht etwa, weil sie nicht schlafen konnte, sondern vielmehr, weil so viel Arbeit auf sie wartete. Denn bereits um 10.30 Uhr sollte beim Weinfest der Chorvereinigung Pfaffenwiesbach Kartoffelsalat, Zwiebelkuchen und Blechkuchen gereicht werden. „Das ist nur zu schaffen, wenn ich früh anfange“, sagt die passionierte Köchin, die schon seit vielen Jahren mit einigen Frauen zusammen das frische Essen auf den Tisch bringt.

Ihre kleine Küche ist für das Essen der Dreh- und Angelpunkt. Auf wenigen Quadratmetern entstanden unzählige Bleche mit Kuchen, Salate und Zwiebelkuchen für die Besucher in Handarbeit. Die Rezepte beherrscht sie aus dem eff-eff.

Kiloweise kochten die Kartoffeln auf dem Herd, während sie in der Zwischenzeit Mehl, Zucker, Butter und Hefe zu einem Teig zusammenrührte. „Um sieben Uhr kamen noch ein paar Helferinnen zum Kartoffelschälen“, erzählte Doris Schäfer, während sie unermüdlich einen weiteren Teig ansetzte und gleichzeitig den Zwiebelkuchen im Ofen kontrollierte.

Nicht nur an den Geschmack hat sie hohe Ansprüche, sondern auch an die Optik. So erhielten die Kartoffelsalate eine Rose aus Tomatenschalen als dekoratives Element, und auch beim Zwiebelkuchen wirkten die Speckwürfel wie gezielt platziert. „Das Auge ißt schließlich mit“, sagte sie und knetete den Teig.

Ihre Garage diente in der Zwischenzeit als Anlaufstelle für alle Hungrigen. Dort gaben die Frauen der Chorvereinigung das Essen aus. Ein großes Zelt auf der Straße, Stehtische und der Weinstand im Hof der Familie Lotz gleich nebenan boten zudem Plätze und Getränke.

 

Stammpublikum

 

Zum festen Stammpublikum gehören nicht nur die Pfaffenwiesbacher Sänger, sondern auch die Wanderfreunde aus Wehrheim. Etwa 50 von ihnen machen sich jedes Jahr nach Pfaffenwiesbach zum Weinfest auf, legen eine Essenspause ein, um dann wieder gen Wehrheim zu wandern, oder, wer nach diversen Gläsern von guten Wein und dem herzhaften Essen nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist, sich nach Hause fahren zu lassen.

Paul Josef Sommer, Vorsitzender der Chorvereinigung Frohsinn, begrüßte die vielen Gäste und dankte in seiner knappen Ansprache für ihr Kommen. Man werde sich sicher zu anderer Gelegenheit in Wehrheim wieder treffen. Doch nicht nur die Wanderfreunde drängten ins Festzelt, auch zahlreiche andere Besucher kamen den ganzen Tag über, um bei schönem Wetter einen guten Schluck und die Speisen zu genießen. Und Doris Schäfer? Sie hat von alledem kaum etwas mitbekommen. Denn bis zum frühen Abend lieferte sie Kuchen und Grüße aus der Küche.

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