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Suche nach Nazi-Schmierern: "Dumm und nicht lustig"

Von Die Verursacher der Hakenkreuz-Schmierereien an sechs Orten in Eschbach sind weiter unauffindbar. Jetzt ermittelt die Abteilung Staatsschutz bei der Homburger Polizei. Dort geht man von einem dummen, aber nicht lustigen Jungenstreich aus.
Auch Müllsäcke wurden in Eschbach beschmiert. Auch Müllsäcke wurden in Eschbach beschmiert.
Eschbach. 

Die Polizeidirektion Bad Homburg sucht immer noch nach dem Verursacher der am frühen Sonntagmorgen gegen 3 Uhr entdeckten Hakenkreuz-Schmierereien im Usinger Stadtteil Eschbach. Wie die Sprecherin der Polizeidirektion, Michaela Moll, der TZ gestern auf Nachfrage mitteilte, hat die Abteilung Staatsschutz die Ermittlungen zwischenzeitlich übernommen. Dort werde jedoch davon ausgegangen, dass es sich um einen „dummen und gar nicht lustigen Jungenstreich“ (Moll) handelt. Laut Staatsschutz sei in Eschbach „in dieser Richtung momentan nichts am Köcheln“. Ganz ausgeschlossen werden könne ein möglicher fremdenfeindlicher oder politisch motivierter Hintergrund jedoch vorerst nicht. Deshalb dauerten die Ermittlungen „auf Grundlage einiger Ansatzpunkte“ auch noch an.

Am Wochenende waren in Eschbach an sechs nach Polizeieinschätzung ziellos ausgewählten Tatorten Hakenkreuze und SS-Runen aufgesprüht worden (TZ berichtete).

Unter anderem waren die Schmierereien am Eingang des Bürgerhauses, an der Buchfinkenschule, auf einem Bürgersteig in der Schulstraße, auf einem Müllsack (siehe Foto rechts) sowie auf einem Stromverteilerkasten mit roter Sprühfarbe angebracht worden. Die Handschrift sei identisch, die Ausführung „dilettantisch“, hieß es bei der Polizei.

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