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Schnee im Taunus: Die schönen Seiten des Winters

Von Das erste Winterwochenende der Saison brachte bei bis zu 15 Zentimetern Neuschnee den erwarteten Besucheransturm auf die Wanderwege und die Rodelhänge. Den Mitgliedern der Verkehrswacht ist es zu verdanken, dass das große Chaos ausgeblieben ist.
Familie Poznanski aus Paris ist zu Besuch bei Freunden in Bad Homburg. Am Samstag haben sie den Winter in Treisberg genossen. Bilder > Foto: Pieren Familie Poznanski aus Paris ist zu Besuch bei Freunden in Bad Homburg. Am Samstag haben sie den Winter in Treisberg genossen.
Usinger Land. 

Die Spuren im Schnee verraten ganz genau, welche Tiere zu der Futterstelle gekommen sind. Deutlich zeichnen sich die Abdrücke der Geläufe von Hasen und Rehen ab, die über freies Feld zum Waldrand oberhalb von Hausen-Arnsbach führen.

Dorthin, wo Ernst Bach einen Eimer mit Äpfeln ausgekippt hat. Wer sich auf einer Winterwanderung die Zeit nimmt und einen Moment an der Futterstelle verweilt, sieht nicht nur, dass es dem Wild offenbar wunderbar geschmeckt hat. Es dauert nur einen Moment und ein Rotkehlchen flattert heran, um sich ebenfalls an der Futterstelle zu laben.

Andere Spuren im Winterwald deuten hingegen auf einen ganz anderen Ansturm hin. Am ersten Winter-Wochenende der Saison war der Besucherdruck auf die gesamte Feldberg-Region enorm. Tief in den Waldboden eingedrückte Reifenspuren zeigen auf einigen von der Landstraße abzweigenden Waldwegen, dass sich Autofahrer festgefahren hatten.

Einzeln auf den Gipfel

Am Sonntag waren bereits um 10 Uhr sämtliche Parkplätze rund um das Feldberg-Plateau belegt. Für die Mitglieder der Verkehrswacht war das der Zeitpunkt, die Landstraße zwischen Sandplacken und dem Roten Kreuz zu sperren. Nur vereinzelt wurden Fahrzeuge hinaufgelassen, wenn ausreichend Autos die Gipfelregion wieder verlassen hatten.

Wer also ganz hoch hinaus wollte, musste sich entweder auf eine Winterwanderung einlassen oder die stündlich verkehrenden Pendelbusse zwischen der Hohemark und Sandplacken nutzen. Diese konnten durch die konsequente Verkehrsregelung auch problemlos verkehren.

Bilderstrecke Feldberg in weiß - es ist soweit: Jetzt kommt der Winter!
Der Große Feldberg am 14. Januar 2016. Plötzlich ist der Matsch verschwunden - und alles weiß.Und ein Traum für Kids. Kaum war Elena und ihr kleiner Bruder Luca oben, ballerte sie auch schon los.Bilder wie gemalt, fotografiert von unserem Fotografen Frank Saltenberger.

Auf den Rodelhängen rund um den Feldberg waren hunderte, wenn nicht gar tausende Rodler unterwegs. Skifahrer blieben hingegen deutlich in der Minderheit. „Ich kenne viele Skifahrer persönlich. Die meisten kommen mit einer älteren Skiausrüstung, auf der ein paar Kratzer nicht so viel ausmachen“, teilte Frank Pirr, der Betreiber des Doppelskilifts am Posterholungsheim (Naturpark Hotel Weilquelle) in Oberreifenberg, mit.

Start war gut

Nach einem verhaltenen Start am Samstag und einer deutlich größeren Frequenz am Sonntag spricht der Hobby-Skiliftbetreiber von einem „gelungenen Start in die Wintersaison“. Der Umlauf-Bügellift am Pechberg war hingegen wie berichtet wegen technischer Probleme nicht in Betrieb. „Wir haben die Anlage am Samstag inspiziert und wollen sie am kommenden Wochenende instandsetzen“, teilte dazu Eigentümer Leonhard Heinz mit.

Die Skilifte des Wintersportclubs Goldener Grund in Treisberg wurden erst am Sonntag nach den nächtlichen Schneefällen angeworfen. Weil zugleich viele Rodelfreunde den Schlittenhang am Ortseingang bevölkerten, erwies sich die Parkplatzsuche im kleinsten Schmittener Ortsteil als äußerst schwierig.

Erschwerend kam hinzu, dass die Naturpark-Parkplätze am Fuße des Pferdskopfs wegen Vereisung nicht freigegeben waren. Trotz des Besucheransturms am ersten richtigen Winter-Wochenende musste die Bergwacht aber nicht allzu oft ausrücken.

„Zweimal wurden wir zu Rodelunfällen zwischen unserer Rettungsstation und dem Windeck gerufen. Ein anderer Schlittenfahrer musste nach Einbruch der Dunkelheit mit einer chirurgischen Verletzung am Teufelsquartier geborgen werden“, teilte Bergwacht-Mitglied Jürgen Windecker auf TZ-Anfrage mit. „Am Treisberg verunglückte zudem eine Skifahrerin.“

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