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Die jungen Retter feiern Jubiläum

Von 25 Jahre ist es her, als die Jugendfeuerwehr gegründet wurde. Tatsächlich hat kaum ein anderes Ereignis das Bild der Feuerwehr Hundstadt so geprägt wie diese Entscheidung, meint Wehrführer Timo Heider. Der Beweis: Von den 34 Aktiven stammen 20 aus der damaligen Jugendwehr.
Vor 25 Jahren wurde noch in Privatkleidung geübt. Heute sind die Mitglieder der Jugendwehr komplett eingekleidet und ausgerüstet. 	Foto: msc Vor 25 Jahren wurde noch in Privatkleidung geübt. Heute sind die Mitglieder der Jugendwehr komplett eingekleidet und ausgerüstet. Foto: msc
Hundstadt. 

1988 versuchten die Gründer der Jugendwehr, die damit auch die ersten Jugendwarte waren, eine neue Gruppe Jugendlicher zusammenzutrommeln. Sie waren erfolgreich. So konnte die offizielle Anmeldung ein Jahr später erfolgen.

Timo Heider erinnert daran, dass bereits in den Fünfzigern und Sechzigern junge Leute für den Jugendfeuerwehrdienst zusammenkamen. Doch irgendwann schliefen diese Treffen ein. Dann trafen sich erneut in den Siebzigern und in den Achtzigern Jugendliche ab einem Alter von 14 Jahren, die in der Einsatzabteilung mitüben durften.

„Damals wurde auf diese Art und Weise der Weg in den aktiven Feuerwehrdienst geebnet“, erklärt Heider. Doch das stand rechtlich auf keinen guten Beinen. Die Formalitäten erforderten eine offizielle Gründung der Jugendfeuerwehr, was dann im Jahr 1989 auch geschah. Nur in einer speziellen Abteilung der Feuerwehr konnte nämlich gezielt und altersgerecht Jugendarbeit für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren betrieben werden.

Nach den beiden Gründer-Jugendwarten Hans-Peter Friedrichs und Kai-Michael Heider übernahmen die Brüder Wolfram und Ullrich Klein das Kommando in der Jugendwehr. Und das so gut, dass Mitte der Neunziger sogar ein Aufnahmestopp erteilt werden musste. „Damals wurde eine starke Generation mit großem Zusammenhalt geprägt, die heute den Großteil der Einsatzabteilung stellt“, ist Timo Heider stolz, in dieser Gruppe als Wehrführer arbeiten zu dürfen.

Vor allem, weil er selbst Teil dieser Geschichte der Jugendfeuerwehr ist.

Nach diesem Hoch folgte leider Ende 1990 ein Einbruch bei den Mitgliederzahlen. Jugendfeuerwehr lag einfach nicht mehr im Trend. Heider erinnert an das umfangreiche Freizeitangebot und auch an den erhöhten Leistungs- und Zeitdruck in den Schulen, die als Gründe für das Desinteresse an der Jugendwehr vermutet wurden.

Die späteren Hundstädter Jugendfeuerwehrwarte Thorsten Maurer und Peter Hess, sowie die heutigen Jugendfeuerwehrwarte Peter Hess und Oliver Hartmann mussten sich enorm anstrengen, die Jugendfeuerwehr wieder interessant zu machen. „Auch wenn sich die Mitgliederzahlen wieder leicht erholt haben, wird es immer schwieriger, mit anderen Freizeitangeboten zu konkurrieren“, weiß auch der Feuerwehrvorstand.

Eines dieser Angebot ist ein Berufsfeuerwehrwochenende, das bei den jungen Mitgliedern sehr beliebt ist. Dafür kommen sie im Gerätehaus zusammen, schlafen und essen dort und führen Übungen durch.

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Für die Jugendwarte bedeutet die Arbeit mit den jungen Leuten zunächst eine diesbezügliche Zusatzausbildung und gute Vorarbeit. Da wollen auch die wöchentlichen Übungen der Jugendfeuerwehr gut organisiert sein. „Und das alles neben dem normalen Dienst in der Einsatzabteilung“, lobt Timo Heider. Für dieses Engagement, das auch weit über den feuerwehrtechnischen Bereich hinausgeht, dankt der Wehrführer allen Jugendfeuerwehrwarten und Ausbildern.

Es lohne sich, bei der Jugendwehr mitzumachen, sagt Heider. Denn: „Bei uns lernt man zusätzlich auch fürs Leben.“ Und Jugendwart Peter Hess betont, dass es noch freie Plätze für Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren in der Jugendwehr Hundstadt gebe. Immer freitags um 18.30 Uhr treffen sich die jungen Leute im Gerätehaus. Wer Lust hat, kann einfach vorbeikommen.

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