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Rahmenplan regelt das Vorgehen bei Notfällen: Der Windpark ist vorbereitet

Von Dem letzten Mittwoch auf der Windparkbaustelle schwer verletzten Monteur geht es besser. Die Ursache für das Unglück ist allerdings noch nicht geklärt. Feuerwehren und Rettungsdienste sind auf solche Einsätze vorbereitet.
Am Windpark wird weiter gearbeitet. Archivbild: Sajak Foto: Sven-Sebastian Sajak Am Windpark wird weiter gearbeitet. Archivbild: Sajak
Riedelbach. 

Der Montagearbeiter, der am vergangen Mittwoch bei einem Arbeitsunfall auf der Windkraftbaustelle schwer verletzt worden war, ist nach Informationen von Abo Wind auf dem Weg der Besserung. Steffen Kercher, Projektleiter Planung, sagte der TZ gestern auf Anfrage, der Mann sei inzwischen von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt worden und erhole sich von seinen Verletzungen.

Bilderstrecke Unfall an Windkraftanlage
Bei Demontagearbeiten an einem Kran an der Baustelle des Windparks Weilrod ist am Mittwochnachmittag ein Bauarbeiter in acht Metern Höhe eingeklemmt worden. (Fotos: Sajak)Am Rande von Riedelbach wird derzeit......am Windpark gearbeitet.

Der Unfall am Mittwochnachmittag hatte zu einem großangelegten Rettungseinsatz auf der Baustelle des Windrades Nummer 2 geführt. Ursprünglich hatte es geheißen, der Arbeiter sei bei Kranmontagearbeiten aus sieben Metern abgestürzt. Das erwies sich aber als Fehlinformation.

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Die Arbeiten im Windpark gehen weiter. Die Zeit der Behinderungen für den Verkehr mit Einschränkungen der Parkflächen geht damit dem Ende zu.

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Schwer verletzt worden war der Mann dennoch, er war bei der De-montage des Krans, mit dem die Rotorblätter in 140 Meter Höhe montiert werden, in etwa sieben Metern Höhe eingeklemmt worden. Der Verletzte konnte aus seiner misslichen Lage rasch befreit werden und wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, müsse noch geklärt werden, sagte Kercher. Michael Greulich, Sprecher der Polizeidirektion Bad Homburg, sagte der TZ, dass bei solch schweren Arbeitsunfällen behördlich immer Ursachenermittlung betrieben werde. Ergebnisse lägen jedoch noch keiner vor.

Alarmiert waren neben Rettungsdiensten und Feuerwehren aus Riedelbach und den benachbarten Weilroder Ortsteilen auch Kräfte der Bergwacht Großer Feldberg sowie Spezialisten des Höhenrettungszugs aus Frankfurt.

Kreisbrandinspektor Carsten Lauer sagte gestern auf Anfrage, dass man auf solche Szenarien vorbereitet sei. „Es gibt einen Rahmeneinsatzplan für medizinische Notfälle im Windpark, aber auch für technische Probleme und Brände in und an Windkraftanlagen.“ Unterschieden werde nach äußerlichen und inneren Szenarien. Man könne im Notfall neben den örtlichen Rettungskräften auf die für Einsätze in großer Höhe geschulten Kräfte der Bergwacht und den Höhenrettungszug der Frankfurter Berufsfeuerwehr zurückgreifen. Die Einsatzhöhe von 140 Metern – dort befinden sich die Maschinenhäuser der Windkraftanlagen – seien kein Problem, „da kommen die schon hin“. Zunächst versuche man, mit dem Aufzug, der sich in jedem der Türme befindet, zum Maschinenhaus hinaufzufahren. Sollte der nicht mehr funktionieren, „gibt es da ja auch noch eine Leiter“.

 

Feuer wäre nicht zu löschen

 

Im wahrsten Sinne brenzlig werde es jedoch, wenn ein Maschinenhaus Feuer fange, sagte Lauer. Löschangriffe schieden in dieser Höhe aus. Für solche Fälle würden dann laut Rahmeneinsatzplan mindestens drei Großtanklöschfahrzeuge an die Brandstelle beordert. GTLFs gebe es in Umkreis des Windparks in ausreichender Zahl, unter anderem in Niederreifenberg, Usingen und Oberursel. Alarmiert würden ferner die Freiwilligen Feuerwehren von Weilrod sowie zwei weitere Löschzüge umliegender Wehren. Aufgabe der Feuerwehren am Boden sei es dann, den Wald im Umkreis des fünffachen Rotordurchmessers, somit rund 500 Meter, zu sichern, um herabfallende Trümmerteile sofort löschen zu können. Ansonsten bleibe nichts anderes übrig, „als die Kanzel kontrolliert abbrennen zu lassen“, sagte Lauer.

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