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Benefizgala: Der Verein „Wir helfen“ setzt auf ehrenamtliches Engagement von zwölf Köchen

Von Wenn’s bei der „Wir helfen“-Benefizgala wieder einmal richtig lecker schmeckt, dann ist dafür nicht nur ein Koch verantwortlich. Zwölf sind es, die das Menü anrichten. Und das ist sowohl logistisch als auch praktisch eine Mammutaufgabe.
Katharina Schondorf, Erhard Schubert, Roland Jung, Klaus Barthel, Bärbel Wörner, Manfred Deißler, Charly Ende und Ronny Schondorf (von links) kochen für die „Wir-helfen“- Gala drei Tage lang ein super Menü. Foto: Tatjana Seibt Katharina Schondorf, Erhard Schubert, Roland Jung, Klaus Barthel, Bärbel Wörner, Manfred Deißler, Charly Ende und Ronny Schondorf (von links) kochen für die „Wir-helfen“- Gala drei Tage lang ein super Menü.
Usinger Land. 

Ein Sprichwort sagt: „Viele Köche verderben den Brei“. Das mag zutreffen, wenn sie sich um einen Topf kümmern, bei der großen „Wir helfen“-Benefizgala hingegen sind es insgesamt zwölf Köche, die sich um eine Vielzahl von Töpfen kümmern. Und in denen wird alles andere als „Brei“ für die rund 400 Besucher zubereitet. Im Gegenteil. Ein Drei-Gänge-Menü vom allerfeinsten wird den Gästen der Gala geboten.

Zu verdanken ist das der guten Planung von Katharina und Ronny Schondorf, die seit einigen Jahren die Federführung, Planung und Zusammenführung der Köche initiieren. Mit ihnen stehen in diesem Jahr Manfred Deißler, Klaus Barthel, Roland Jung, Charly Ende, Erhard Schubert und Bärbel Wörner in der Küche für ein gigantisches Festmahl. Marion Henrici, Helmut Hübl, Andreas Dittmann und Bärbel Jung hingegen kochen in den eigenen Küchen und liefern die Speisen an.

Schwere Planung

Dass alle Gäste gleichzeitig etwas auf den Teller bekommen, bedarf einer sehr gute Vorbereitung und guten Zeitmanagements. „Dazu müssen wir strikt kalkulieren“, erklärte Ronny Schondorf, der für die Gala, ebenso wie seine Kollegen, eigens Urlaub nimmt und die eigene Küchenmannschaft im Betrieb alleine lässt. Auch seine Frau Katharina stellt alle anderen Arbeiten zurück. Der Nachwuchs muss von ihren Schwiegereltern betreut werden, denn auch ihre Eltern Bärbel und Friedel Wörner, durch die beide erst zu „Wir-helfen“-Köchen wurden, sind ebenfalls im Einsatz. Und das drei Tage lang. „Das sind etwa 14- bis 15-Stunden-Tage“, erzählte Ronny Schondorf „in denen wir gemeinsam im der Küche stehen.“

Das Team, das sich dazu bei Familie Deißler seit den 90er Jahren in der Küche trifft, „arbeitet überaus harmonisch zusammen“, ergänzte Hobby-Fernsehkoch Charly Ende. Ein jeder habe so seine Spezialität, die er gerne zubereitet. Bei Katharina Schondorf und Bärbel Jung sind es die kalten Platten, die ihre Handschrift tragen.

Über 200 Kilo Waren

Den Schweinerücken im Kräutermantel hat sich Ende aufgeladen, während Erhard Schubert, der als Gründungsmitglied des Hilfsvereins und Ideengeber wohl am längsten mit am Herd steht, für den Rindersauerbraten „Rheinischer Art“ verantwortlich ist. Wildgulasch mit Preiselbeer-Rahmsoße und Waldpilzen hingegen wird Ronny Schondorf zubereiten, und dann ist da auch noch das gebratene Fischfilet auf tomatisiertem Pfannengemüse.

Kein Zweifel, allein ein Blick auf die Speisekarte lässt einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dazu gibt es noch eine Vielzahl von Vorspeisen, Beilagen und jede Menge leckere Desserts. Schätzungsweise 200 Kilogramm bringen die Waren auf die Waage. Und alles muss geputzt und gewaschen sowie im Anschluss verarbeitet werden.

Das Kochen ist für das sechsköpfige Team in der Küche nicht nur eine Herausforderung, es ist auch eine Herzensangelegenheit. Deshalb gibt es in dem Team keinen rauen Tonfall, wie man ihn sonst häufig in Küchen hört, sondern einen freundschaftlichen Umgang. Das ist auch Klaus Barthel zu verdanken, der als Helfer und Salat-Spezialist immer einen flotten Spruch auf den Lippen hat.

Budget von 2000 Euro

Ein Menü für über 400 Besucher zu kochen, klingt nach einem sehr kostspieligen Unterfangen, mit etwa 2000 Euro müssen die Köche aber auskommen. Würden sie ihre Arbeit in Rechnung stellen, „dann wäre das gar nicht mehr zu leisten“, erklärte Erhard Schubert. Er war es, der sein Netzwerk spielen ließ und immer wieder neue Köche ansprach, ob sie sich nicht drei Tage gratis in der Küche stehen wollen.

Am Donnerstag vor der Gala beginnt die Anlieferung und das erste Verarbeiten der Waren, die zum Teil gespendet oder günstiger gekauft werden. Allein beim Fleisch müssen die Köche um die 80 Kilogramm fachgerecht verarbeiten. Roastbeef, Tafelspitz, Salate und Antipasti gilt es zu einer schmackhaften Komposition zu veredeln. „Wir sind so gut eingespielt, da weiß jeder was er zu tun hat“, freut sich Charly Ende schon auf das Kochen, auch wenn es für ihn das letzte Mal sein wird, „das habe ich meiner Frau versprochen.“

Die Gala

Die Gala findet am Samstag, 3. November, ab 18 Uhr in der CWS-Aula statt. Karten gibt’s bei Meyer-Optik oder unter kontakt@hilfeverein-usingen.de.

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