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Gisela Stumm hat ihren ersten Roman veröffentlicht: „Das ist die Erfüllung meines Lebenstraums“

Von Gisela Stumm hat Neues gewagt: „ALS die Orchidee verblühte“ ist ein Buch für mutige Frauen und verständnisvolle Männer. Und die Autorin treibt ein weiteres wichtiges Anliegen um.
Stolz zeigt Gisela Stumm ihren ersten Roman. Foto: Evelyn Kreutz Stolz zeigt Gisela Stumm ihren ersten Roman.
Weilrod. 

Patchwork-Roman – so bezeichnet Gisela Stumm ihr jüngstes Werk. Die Altweilnauerin, bisher als Lyrikerin bekannt, verknüpft in „ALS die Orchidee verblühte“ erdachte Geschichten mit authentischen Ereignissen und Gedichten. Rückwirkend erzählt sie in Romanform ihre eigene Lebensgeschichte. Soziale Interessen, die sich in frühen Jahren entwickelt haben, wurden jahrzehntelang ausgebremst. Den Wendepunkt bringt ein einschneidendes Erlebnis: Sie begleitet Mitte der 80er Jahre eine an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankte, fast gleichaltrige Freundin bis zu deren Tod. Danach lässt sie sich zur Altenpflegerin ausbilden, arbeitet ihr eigenes Schicksal auf und erfährt spät ein großes Lebensglück.

Warum dieses Buch? „Im Hinblick auf die Alterspyramide möchte ich gerne Menschen für einen Pflegeberuf sensibilisieren“, sagt die Autorin. Dazu und zur unheilbaren Erkrankung ALS gibt sie an vielen Stellen Informationen. Mit dem eher ungewöhnlichen Spagat zwischen Lyrik, Erzählkunst und Sachbuch ist Stumm einen ganz eigenen Weg gegangen. „Mit meiner eigenen Suche nach dem Sinn des Lebens will ich auch anderen Mut zur Veränderung machen“, so die Autorin.

Die Idee, aus ihren Tagebuchaufzeichnungen während der Sterbebegleitung ein Buch zu machen, habe sie schon am Todestag der Freundin gehabt, sagt sie. Aber genau wie ein Mensch reift, muss auch eine Idee reifen.

„Zuerst musste ich meine eigene Lebenskrise meistern“, sagt sie und erklärt warum: „Seitdem ich die Pflege meiner Freundin übernommen hatte, war ich für meinen Mann verloren.“ Dabei brauchte sie zu dieser Zeit all ihre Kraft, um ihrer Freundin zu vermitteln, dass Sterbehilfe keine Lösung sei. Der Autorin gelang es nach der Trennung von ihrem Mann nicht nur, sich beruflich zu emanzipieren, sie fand auch ihre große Liebe.

Schon seit vielen Jahren wagt sie, ihre Gedanken und Gefühle in Gedichten und lyrischen Betrachtungen auszudrücken. Diese veröffentlicht sie in Anthologien und in eigenen kleinen Büchlein. Ihre Arbeiten zeichnen sich dadurch aus, dass es am Ende immer einen Hoffnungsschimmer gibt. Den zeigt sie auch in ihrem ersten Roman auf. „So habe ich das dreieinhalb Jahre lang beim Fernstudium in einer Schreibakademie gelernt“, erläutert sie.

Bei der Arbeit an ihrem Roman hat Gisela Stumm zuerst damit begonnen, die Einzelgeschichten zu schreiben. „Die haben alle miteinander zu tun, und ich habe dazwischen passende lyrische Texte aus meinen Lyrikbändchen eingefügt.“ Für den zweiten Teil hat sie ihre Tagebuchaufzeichnungen ausgearbeitet, und hier wird auch klar, welche Rolle die Orchidee spielt.

Für ihre Kombination verschiedener Genre wählte die Autorin eine unterhaltsame, zugleich gefühlsbetonte und hin und wieder auch sachliche Sprache. Bewusst unterteilte sie ihr Werk in viele kleine Kapitel, die man sich nach dem ersten Lesen auch separat zu Gemüte führen kann – und soll.

Autobiografische Züge

Die autobiografischen Züge des Romans sind von der Altweilnauerin genau so gewollt. „Das ist die Erfüllung meines Lebenstraums, ich habe nichts zu verbergen“, sagt sie und ergänzt: „Auch Ähnlichkeiten mit vorhandenen Personen sind Absicht, das ist mit allen Betroffenen auch geklärt.“

Wie ihre bisherigen eigenen Veröffentlichungen hat Gisela Stumm ihren neuen Roman bei Books on Demand veröffentlicht. Unter ISBN 9 783 744 834 78 0 sind die 458 Seiten für 14,99 Euro in allen Buchhandlungen, im Internet direkt bei Books on Demand, Norderstedt, oder in diversen Online-Shops zu erwerben.

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