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Das Geld reicht, aber nicht für alles

Von Wehrheim steht finanziell derzeit gut da, aber es gibt auch genug Bedarf. Wenn die Gewerbesteuer nicht mehr fließt, kann sich die Lage auch ändern, wurde bei der Bürgerversammlung deutlich.
Obernhain. 

Die Wehrheimer können aufatmen – zumindest vorläufig. Solange der Haushalt – wie der für 2015 – ausgeglichen abschließt, ist die Gemeinde nicht verpflichtet eine Straßengebührensatzung zu erarbeiten. „Wir können alle Straßenbauarbeiten aus liquiden Mitteln bezahlen“, freute sich Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) bei der Bürgerversammlung, die auf Einladung von Parlamentschef Frank Hammen (CDU) in der Saalburghalle stattfand. Sollte im Etat ein Defizit stehen, müsse auch eine Satzung her, die Bürger an der Straßenerneuerung beteiligt.

Warum die Finanzlage so positiv ist, erklärte Sommer auch: „Weil wir gute Einnahmen aus der Gewerbesteuer haben.“ Das sei der guten Planung und Ausweisung von Gewerbeflächen in den vergangenen 30 Jahren zu verdanken. Mit der Ausweitung oder dem Neubau von in erster Linie Wehrheimer Betrieben soll es weitergehen. In der Sitzung im Dezember soll das Parlament beschließen, dass ein Bebauungsplan für das Gebiet Wehrheim Süd aufgestellt werden kann.

Doch ganz so rosig sieht die Finanzlage denn doch nicht aus, das machte der Rathauschef deutlich, als Andreas Stark, ein stellvertretender Vorsitzender der Turn- und Sportgemeinde, die Erneuerung der sanitären Anlage im alten Clubhaus am Oberloh anmahnte. „Das etwas gemacht werden muss, ist schon lange klar.“ Aber ebenso lange sei auch klar, konterte Sommer, dass auch der Abfluss-Kanal aufgegraben werden müsse, wenn die Duschen und Toiletten saniert werden. Das könne nach Aussagen von Amtsleiter Jürgen Etzel rund 700 000 Euro kosten. Geld, das derzeit nicht vorhanden sei.

 

Neue Halle?

 

Aber die TSG hat noch ein Problem: Wenn die Heinrich-Kielhorn-Schule nach Usingen zieht und die alte Sporthalle vielleicht abgerissen wird, fehlen dem Sportverein Trainingsräume, so Stark. Seit langem habe die TSG nichts mehr von einer neuen Halle gehört. Sommer erklärte zwar, dass dies Sache des Kreises sei, aber er versicherte auch: „Wir werden uns definitiv im nächsten Jahr mit dem Thema auseinandersetzen.“

Die Finanzlage könnte noch schlechter werden, wenn die Gemeinde aufgrund des Kommunalen Finanzausgleichs auf rund 350 000 jährlich verzichten muss. Doch Sommer berichtet von einem Gespräch mit Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (CDU), der von „Verzerrungsproblemen“ gesprochen habe und davon, dass sich für Wehrheim andere Zahlen ergeben könnten.

Und noch ein Obernhainer Problem: Die abendliche Parksituation. Wehrführer Michael Erdmann beklagte, dass in manchen Straßen abends oder nachts kein Feuerwehrfahrzeug mehr durchkomme. „Da muss stärker kontrolliert werden“, forderte er. Sommer appellierte hingegen an die Anwohner, ihre Autos in die Garage zu stellen, schließlich seien beim Neubau Parkplätze nachzuweisen. „Nach der Bauabnahme interessiert das niemanden mehr.“

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