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Kritik an Allianz: Bürgermeister Wernard setzt sich für verkaufsoffenen Sonntag zum Food-Truck-Festival ein

Von Mit der Klage gegen den verkaufsoffenen Sonntag zum Food-Truck-Festival in Usingen hatte die Allianz von Gewerkschaft und Katholischer Arbeitnehmerbewegung vor Gericht keinen Erfolg. Aber der Bürgermeister will grundsätzlich klarmachen, dass die Arbeitnehmervertretung schief liegt.
Steffen Wernard Steffen Wernard
Usingen. 

Dass in Usingen die Mehrzahl der Einzelhandelsbetriebe eigentümergeführt sind, hat die Gewerkschaft noch nicht so recht verinnerlicht. Denn der Protest gegen jeden verkaufsoffenen Sonntag kommt mit der Regelmäßigkeit von Ostern und Weihnachten. Und inzwischen ist auch Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) sauer auf die ständigen Prozesse. Den letzten hat die Stadt gewonnen, bei der Food-Truck-Veranstaltung durften die Läden aufmachen. Was aber bei Weitem nicht alle getan haben.

„Ich kann ja verstehen, dass in Einkaufszentren die offenen Sonntage bei den Angestellten nicht gerne gesehen sind. Aber in Usingen stehen in der Mehrheit die Ladenbesitzer selbst hinter der Theke, wenn die Geschäfte zu einem Fest auch mal sonntags aufmachen“, sagt er. Und es sei doch bekannt, dass gerade in den Kleinstädten viele Einzelhändler ums Überleben kämpfen: „Man muss nur mal in der Innenstadt schauen, was in den letzten Jahren alles geschlossen hat.“ Und genau deshalb seien die verkaufsoffenen Sonntage so wichtig für die kleinen Geschäfte. „Wenn ein großes Fest sowieso Besucher nach Usingen lockt, dann sollten Einzelhändler an diesem Tag ihre Leistungen präsentieren können. „Ich war am Sonntag in den Geschäften, und alle waren zufrieden mit dem Besuch.“

Das Fest muss im Mittelpunkt stehen

Die katholische Arbeitnehmerbewegung, die Gewerkschaft Verdi sowie Familienverbände haben sich 2006 zu der Allianz für den freien Sonntag zusammengeschlossen.

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Und beileibe werde kein Unternehmer gezwungen, seinen Laden zu öffnen. „Es ist ein Angebot der Stadt an die Unternehmen, mehr nicht. Gerade Usingen hat nur drei Großveranstaltungen, bei denen tausende Auswärtige hier durch die Stadt bummeln. Das sind das Stadtfest, die Food-Truck-Veranstaltung und natürlich die Taunuskerb. Und schon jetzt liegt wieder eine Klage gegen die Öffnungszeiten bei der Taunuskerb vor. Ich würde mir wünschen, dass Gewerkschaften mit mehr Augenmaß arbeiten.“

Es sei nicht Ziel an diesen Sonntagen, möglichst viel Umsatz zu machen. Sondern vor allem auswärtigen Besuchern das Sortiment und die Leistungen im Usinger Einzelhandel vor Augen zu führen. „Ich bin mir sicher, dass das bei den Prozessen verbrannte Geld in bessere Projekte gesteckt werden kann.“ Wenn Unternehmen in wirtschaftlich schweren Zeiten auch noch von Gewerkschaften Knüppel zwischen die Beine geworfen bekämen, müsse man sich über manche Schließung nicht wundern. „Die Konkurrenz, der Internethandel, hat sieben Tage die Woche 24 Stunden auf. Der Einzelhändler kann dagegen nur mit Service und Beratung bestehen. Und dieses vor allem dem auswärtigen Kunden zu zeigen, sind die verkaufsoffenen Sonntage geeignet.“

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