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Forstamt: Borkenkäfer verursacht hohe Schäden im Wald

Von Der Höhepunkt einer jeden Wanderung ist der Genuss beim Ausblick aufs Land. Das Usinger Land bietet einige bekannte und manche weniger bekannte Orte für herrliche Aussichten. Doch es wird bald zahlreiche neue Ausblicke geben – mehr, als uns lieb ist.
Heidelore und Peter Suchomil aus Oberursel genießen den Ausblick am Brunhildisfelsen hinab nach Reifenberg und Seelenberg. Foto: Pieren Heidelore und Peter Suchomil aus Oberursel genießen den Ausblick am Brunhildisfelsen hinab nach Reifenberg und Seelenberg.
Usinger Land. 

Der Aussichtsturm auf dem Pferdskopf wird viel zu selten erklommen. Dabei lohnt sich die kleine Wanderung ab dem Naturpark-Wanderparkplatz oberhalb Treisberg unbedingt.

Ebenfalls bestens bekannt: Der Ausblick vom Brunhildisfelsen am Rande des Feldberg-Plateaus ist das Nonplusultra im Usinger Land. Selbstverständlich hat man vom Wanderparkplatz an den Eschbacher Klippen einen ebenso schönen Blick aufs Land, wie vom Waldrand unterhalb des Eichkopfs oberhalb Wernborn.

Wunderbar kann man den Blick vom Wegekreuz auf der Hirschhöhe nahe Rod am Berg in die Ferne schweifen lassen, wie vom Ortsrand von Seelenberg in Richtung Feldberg. Viel zu wenig erkundet und entdeckt sind die Ausblicke von den Höhenrücken auf Grävenwiesbacher Gemarkung hinab auf die Ortsteile und hinüber zum Feldberg.

Die Männer vom Forstamt in Neuweilnau haben natürlich neben dem Ausblick von ihrem Amtssitz im Schloss Neuweilnau und anderen Höhenzügen entlang des Weiltals noch andere Geheimtipps parat. „Ich liebe die Aussicht vom Parkplatz des Friedwaldes oberhalb von Altweilnau an der Straße nach Merzhausen gegenüber des Golfplatzes in Richtung Ober- und Niederlauken“, verrät Thomas Götz, Bereichsleiter vom Forstamt. Doch der Forst-Experte möchte nicht verschweigen, dass es schon bald im Taunuswald ganz neue Blickwinkel und eventuell auch neue Aussichten aufs Land geben wird. Diese Tatsache zeichnet sich seit geraumer Zeit ab. Die Ausmaße nehmen so langsam Kontur an.

„Wir werden mehr Ausblicke bekommen, als uns lieb ist“, sagt Götz nüchtern. „Wir werden in Zukunft eine Landschaftsveränderung bekommen, die von Menschenhand gemacht ist. Der durch unsere Lebensweise erzeugte Klimawandel wird bald auch im Hochtaunus nicht mehr zu leugnen und überall zu sehen sein.“ Jeder, der das liest oder hört, muss dabei erst einmal kräftig schlucken. Doch was der Mann vom Forst meint, dürfte eigentlich jedermann längst ahnen. Die Trockenheit des Sommers hat im tiefen Taunuswald allerorten zugeschlagen – mehr noch: die Forstmitarbeiter müssen demnächst sogar noch mehr zuschlagen, um noch größeren Schaden zu verhindern.

„Aufgrund der Borkenkäferplage wird es Kahlflächen geben, notgedrungen. Wir werden je nach Ortslage Flächen von einem Viertel bis einem halben Hektar Fichtenbestand schlagen, die beizeiten wieder aufgeforstet werden“, so Götz. „In höheren Lagen weniger. Betroffen sind vor allem tiefere Lagen um Neu-Anspach und Wehrheim, wo ein relativ hoher Fichtenbestand steht. Diese Bäume sind tot.“

Die Forstmitarbeiter hatten gerade erst die Windwurfschäden des Orkantiefs Friederike aufgearbeitet, der am 18. Januar massive Schäden im Forst hinterlassen hatte. Vor vier Wochen nun wurde das Ausmaß des Borkenkäferbefalls von Tag zu Tag offensichtlicher.

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