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Unterlagen bis Ende des Jahres vollständig: Bau der Usinger Umgehungsstraße in Sicht

Von Zwei Bundesstraßen, die sich mitten in der Stadt treffen, zahlreiche Pendler, die sich durchs Stadtgebiet stauen – der Ruf nach der Umgehung in Usingen wird immer lauter. Selbst in der Ferienzeit ist reger Betrieb. Hessen Mobil hat nun verkündet, dass bis Ende des Jahres endlich die Planfeststellung vorliegen soll.
Die derzeit letzte und wohl endgültige Version der Nordostumgehung Usingen. Mit der Planfeststellung Ende des Jahres ist zu rechnen, klappt alles, wären Mitte 2018 viele Hürden genommen, so denn nicht zu viele Klagen erhoben werden. Dann hängt alles an der Finanzierung. Grafik: FNP Die derzeit letzte und wohl endgültige Version der Nordostumgehung Usingen. Mit der Planfeststellung Ende des Jahres ist zu rechnen, klappt alles, wären Mitte 2018 viele Hürden genommen, so denn nicht zu viele Klagen erhoben werden. Dann hängt alles an der Finanzierung. Grafik: FNP
Usingen. 

Nie war die Usinger Nordostumgehung greifbarer, als im Moment. Seit Mitte April liegt nun die Zustimmung des Baulastträgers, also des Bundes, zum geplanten Vorentwurf der Ortsumgehung Usingen vor – auch „Sichtvermerk“ genannt.

Im Rahmen dieser Zustimmung hätte der Bund noch Auflagen zur vorliegenden Planung erteilen können, die dann von Hessen Mobil in die Planfestellungsunterlagen einzuarbeiten gewesen wären. Allerdings, und das ist die gute Nachricht, war in diesem Projekt lediglich die Vorlage einer aktuellen Verkehrsuntersuchung gefordert worden. „Und die abgeschlossene Verkehrsuntersuchung liegt nun vor“, sagte Suzanne Braake, Sprecherin von Hessen Mobil.

Verzögerungen

Verzögert haben das ganze Projekt andere Forderungen – eigentlich sollte die Planfeststellung bereits 2016 vorliegen. Die Zusatzarbeit für die Planunterlagen bezogen sich auf schalltechnische und Luftschadstoff-Untersuchungen auf Basis der aktualisierten Verkehrszahlen.

Ein Bodengrundgutachten basierend auf den Bohrergebnissen war zu erstellen sowie das Grunderwerbs- und Regelungsverzeichnis.

Erledigt sind die erheblichen Umplanungen und Änderungen bei den geplanten Kreuzungen, die nun jeweils ein Kreisverkehr werden. Hinzu kam die Notwendigkeit, einzelne Fachbeiträge zu aktualisieren, was einen erheblichem Aufwand vor allem im Bereich der naturschutzfachlichen Kartierung und der Verkehrserhebung bedeutete.

Antrag für 2018

Dennoch muss Hessen Mobil noch einiges tun, deshalb schätzt die Sprecherin, dass je nach zeitlichem Aufwand für die Erstellung aller erforderlichen Unterlagen voraussichtlich im Dezember 2017 das Planfeststellungsverfahren beim zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt beantragt werden kann.

Daran anschließend wird das Regierungspräsidium das Anhörungsverfahren mit erneuter Offenlage durchführen. Stellungnahmen zu etwaigen Einsprüchen werden seitens Hessen Mobil erarbeitet und an die Anhörungsbehörde zurückgegeben. Zum Abschluss des Anhörungsverfahrens wird die Planfeststellungsbehörde über das Ergebnis der Anhörung unterrichtet.

Widerstand der Bürger?

Ist dies erledigt, erfolgt die Erarbeitung des Planfeststellungsbeschlusses durch die Planfeststellungsbehörde. Die große Unbekannte sind also dann noch die Einsprüche, die eventuell in Klagen münden können. Denn Bürgerinitiativen haben bereits Widerstand gegen die Planung angekündigt.

Allerdings sind derzeit Gerichte im Land weit davon entfernt, Verfahren über zig Jahre hinweg zu ziehen, wie es etwa bei der Nordumgehung Oberursel einst der Fall war. Über die Perspektive der Finanzierung entscheidet der Baulastträger nach Vorlage des Baurechts mit der Aufnahme in den Straßenbauhaushalt.

„Weder über die Verfahrensdauer des Planfeststellungsverfahrens noch über einen Baubeginn kann daher eine konkrete Aussage gemacht werden“, sagte die Sprecherin von Hessen Mobil.

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