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Änderung des Bebauungsplans: Anwohner in Usingen wegen Bauplänen in Sorge

Von Kein Zweifel, die innerörtliche Bebauung in der Hattsteiner Allee interessiert die Bürger. Und so lockte die Änderung des Bebauungsplans in der Hattsteiner Allee 20 bis 22 einige in die Sitzung des Ortsbeirats. Allerdings fanden sie im offiziellen Teil kein Gehör, denn der Tagesordnungspunkt wurde kurzerhand gestrichen. Schuld war ein Anruf von der Stadt.
Noch wächst Gras auf dem Grundstück in der Hattsteiner Allee, das künftig bebaut werden soll, sehr zur Besorgnis der Anwohner. Foto: Tatjana Seibt Noch wächst Gras auf dem Grundstück in der Hattsteiner Allee, das künftig bebaut werden soll, sehr zur Besorgnis der Anwohner.
Usingen. 

Auf den beiden Grundstücken Hattsteiner Allee 20 bis 22 soll gebaut werden. Einen entsprechenden Antrag hat der Eigentümer gestellt und auch gleich schon Pläne eingereicht, was dort entstehen soll. Die Planungen für die fünf Mehrfamilienhäuser, standen zumindest bis Donnerstagabend noch auf der Tagesordnung des Ortsbeirats.

Für einige Bürger Grund genug, sich zur Sitzung aufzumachen, doch sie wurden herb enttäuscht. Denn Ortsvorsteher Joachim Brötz (FWG) berichtete seinen Beiratskollegen, dass er kurzfristig einen Anruf seitens der Stadtverwaltung erhalten habe, um das Thema von der Tagesordnung zu nehmen. Hintergrund dafür sei, dass der Bauträger noch Änderungen beabsichtigt und sich die Vorlage verändere.

In der ursprünglichen Fassung zur Beratung wurden drei Vollgeschosse für die fünf Mehrfamilienhäuser anvisiert. Dazu eine Tiefgarage, deren Einfahrt an der Taunusstraße liegen soll. Auch wenn das Thema in der Sitzung nicht Eingang in die politische Diskussion fand, gab es im Anschluss an die Sitzung für die Bürger noch die Möglichkeit, ihre Bedenken zu äußern. Und die sind in der Tat groß.

Gerade was die Bauhöhe der geplanten Häuser, aber auch die innerstädtische Nachverdichtung insgesamt angeht.

Der Beirat ließ keinen Zweifel daran, dass Nachverdichtung im innerörtlichen Bereich gesetzlichen Vorgaben folge und auch Usingen dringend Wohnungen, vor allem auch Sozialwohnungen, brauche. Die Bürger hingegen sahen das etwas differenzierter, gerade mit Blick auf die Hattsteiner Allee. Nach Auffassung einiger Bürger gehöre die Allee zu den bevorzugten Gebieten innerhalb Usingens, die diesen Status nach Möglichkeit nicht verlieren solle.

Halteverbot Schlagweg?

Einigkeit in diesem Punkt erzielten Bürger und Beirat nicht, gleichwohl sei noch keine Entscheidung getroffen worden, so Brötz, der zudem auf eine noch ausstehende Informationsveranstaltung verwies.

In der Sitzung selbst drehte sich vieles um das Thema Bauen und Verkehr. So sprach sich der Ortsvorsteher für ein Halteverbot im Schlagweg vor dem katholischen Gemeindehaus aus, entgegen seines CDU-Kollegen Andreas Haase, der dadurch die Nebenstraßen mit parkenden Fahrzeugen stärker belastet sieht.

Die Alternative seien Sperrflächen zum Ausweichen und ein Behindertenparkplatz. Die Beiratsmitglieder Bernhard Müller (SPD), Stefan Kieswo (CDU) und auch Magistratsmitglied Reiner Fritz (CDU) sprachen sich dafür aus, Lösungsvorschläge und Kontrollen vom Ordnungsamt zu erbitten. Bernhard Müller erinnerte an die städtische Stellplatzsatzung, deren Einhaltung überprüft werden soll, sei es durch das Kreisbauamt oder die Stadt.

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