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Renovierung: Alte Schule ist ein geschichtsträchtiger Ort

Von Beim Blick in den Hof der Alten Schule Niederreifenberg ist unschwer erkennbar, es tut sich etwas. Das Nebengebäude ist eingerüstet. Der Inhaber hat schon vor einigen Wochen mit der Renovierung begonnen. Mit den Arbeiten des unter Denkmalschutz stehenden eigentlichen Schulgebäudes will er sich noch Zeit lassen.
Als Erstes tut sich was neben der Alten Schule: Glockenturm und Dach des ehemaligen Gemeindehauses, eines von zwei Nebengebäuden, sind schon erneuert. Foto: Evelyn Kreutz Als Erstes tut sich was neben der Alten Schule: Glockenturm und Dach des ehemaligen Gemeindehauses, eines von zwei Nebengebäuden, sind schon erneuert.
Niederreifenberg. 

Das frühere Gemeindehaus in der Brunhildestraße war zugleich Spritzenhaus und zuletzt Standort der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Jetzt ist es eingerüstet und hat inzwischen einen neuen Turm mit Kupferhaube, ein neues Dach und neue Fenster erhalten. Bis Herbst will die Familie Kantorzik erst einmal dieses Nebengebäude fertigstellen.

Jürgen Kantorzik ist Restaurator und macht mit seinen beiden Söhne alle Bauarbeiten selbst. Weil er schon andere historische Gebäude in der Gemeinde saniert hat, bekam er im Sommer 2016 von den politischen Gremien auch den Zuschlag für die unter Denkmalschutz stehende Alte Schule Niederreifenberg. Zur kompletten Liegenschaft gehören außerdem das 1950 errichtete Gemeindehaus und der 1964 ergänzte Schulpavillon im hinteren Bereich des Hofes.

Kantorzik hat schon die alte Brauerei in Brombach und ein Fachwerkhaus in der Kanonenstraße in Schmitten, schräg gegenüber vom Kurhaus Ochs, in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz auf Vordermann gebracht. Er weiß, dass auch das ehemalige Niederreifenberger Schulgebäude viel Detailarbeit bedeutet. Deshalb hat er erst einmal mit dem Nebengebäude angefangen.

Früher ein wichtiger Treffpunkt

Wer weiß noch, dass das frühere Feuerwehrgerätehaus Niederreifenberg als Gemeindehaus errichtet wurde? Im Internet ist nachzulesen, dass hier 1950 ein Bau für Toiletten, die Feuerwehr und ein Versammlungssaal

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Abriss und Denkmalschutz

„Jemand anders hätte das vielleicht abgerissen“, mutmaßt Kantorzik. Aber für ihn hat auch dieses kleine Haus einen historischen Bezug und damit seinen Platz im Ort verdient, auch wenn es nicht unter Denkmalschutz steht. Dort hatte zuletzt der Ortsverband des DRK sein Domizil. Der zog im September 2014 in zwei Garagen nach Hunoldstal um. Der Hintergrund war: Die Gemeinde wollte das komplette Grundstück der seit 2012 leerstehenden Alten Schule mit allen Nebengebäuden verkaufen, als Teil der Gegenfinanzierung für die Beteiligung am Bau der neuen Hochtaunushalle. Doch das war nicht so einfach. Selbst auf dem Klageweg konnte die Gemeinde Schmitten nicht erreichen, dass das Hauptgebäude aus dem Denkmalschutz herausgenommen wurde.

Einzige Bewerber

Nur die Familie Kantorzik wollte die Renovierung des denkmalgeschützten Bauwerks wagen. Über seine Pläne für das ehemalige Schulhaus will Jürgen Kantorzik zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht reden. „Dafür ist es noch zu früh“, sagt er. Er freut sich aber, dass Bürger aus Niederreifenberg sich bei ihm melden, ihm alte Bilder bringen und es begrüßen, dass dort jetzt endlich was passiert.

Seit April 2012 stand es leer. Wie es künftig genutzt werden soll, das lassen die Inhaber noch offen. Bevor sie überhaupt anfangen, wollen sie erst das Nebengebäude fertigstellen. Und eins dürfte klar sein, so schnell wird ein so großes Gebäude auch bestimmt nicht zu restaurieren sein. Vor allem nutzen sie auch die Zeit, um sich mit der Geschichte der Alten Schule zu beschäftigen.

 

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