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Klinik-Campus: Klinik-Streit geht weiter

Von Nach dem Landtagsabgeordneten Holger Bellino (CDU) kritisiert jetzt auch Landrat Ulrich Krebs die Stadt Bad Homburg und OB Michael Korwisi für deren Haltung zum Gesundheits-Campus.
Die Bad Homburger Hochtaunuskliniken. Die Bad Homburger Hochtaunuskliniken.
Hochtaunus. 

Sprechen sie nun mehr miteinander oder eher übereinander? Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Tatsache ist, dass sich jetzt Landrat Ulrich Krebs (CDU) in der Diskussion über die Entwicklung des Klinikstandorts in Bad Homburg zu Wort gemeldet hat. Er fordert, dass sich die Stadt Bad Homburg mit Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) an der Spitze „klar und eindeutig“ zum Gesundheitsstandort bekennen soll. „Angesichts von über 200 Millionen Euro Investitionsmitteln, die das Land Hessen und der Kreis aufgebracht haben, darf man mit Fug und Recht eine konstruktive Begleitung des Gesamtprojektes durch die Stadt und ihren OB einfordern“, so Krebs.
 

Bilderstrecke Bad Homburg: Umzug der Hochtaunus-Kliniken
Die Betten sind leer und die Flure schon bald verwaist. Der Umzug der Hochtaunuskliniken ist bald abgeschlossen. Fotos: Reichwein (50), Sajak (12)Liegendpatienten werden zu den Transportfahrzeugen gebrachtDie Gynäkologie am Nachmittag

Letztlich kämen die Angebote auf dem Campus unmittelbar Bad Homburger Bürgern zugute. Krebs: „Der Erfolg des Klinik-Campus’ ist unverzichtbar für den Charakter der Stadt als Gesundheitsstadt. Dem OB dürfte nicht entgangen sein, dass ein Akuthaus wichtige Zusatzangebote bereithalten muss, um konkurrenzfähig zu sein.“

Luft nach oben

 

Der Landrat bestätigt Gespräche zwischen Kreis und Stadt – nennt diese jedoch eine „Selbstverständlichkeit“, die keiner besonderen Erwähnung durch den Oberbürgermeister bedürfe. „Was die konstruktive Haltung der Stadt in diesen Gesprächen angeht, besteht aber noch Luft nach oben“, findet Krebs. Vitos habe mit der Entscheidung zu einem Teilumzug einen Kompromiss gefunden, der einen entscheidenden medizinischen Vorteil für den Standort Bad Homburg bringe. „Die gegenwärtige Diskussion um die Ausnutzung des Gesundheits-Campus schadet ohne Not der Reputation des Gesundheitsstandorts“, so Krebs. Vor allem, da er Signale aus der Bad Homburger Politik wahrnehme, die diesen Kompromiss als durchaus tragfähig und richtig ansähen.

Bilderstrecke Die Neubauten der Hochtaunus-Kliniken
Tag der offenen Tür bei den Hochtaunus-Kliniken: Am 14. Februar 2014 konnten Besucher die Neubauten der Hochtaunus-Kliniken in Bad Homburg besichtigen. Beeindruckt waren viele von der modernen Technik, aber auch von der Großzügigkeit der Räumlichkeiten. Werfen auch Sie mit unserer Fotostrecke einen Blick ins neue Krankenhaus! (Alle Fotos: Jochen Reichwein)Gebären im Wasser oder auf der Liege ? für die Kreißsäle interessieren sich nicht nur Frauen.Ein Patientenzimmer in der Geriatrie.

Dass der Kreis oder die Kliniken Fehler bei der Planung für das Klinikgelände begangen hätten, weist der Landrat zurück: „Die Gesamtplanung für das Gelände ist hinlänglich bekannt. Es waren immer Flächen für medizinisch-stationäre Zusatzangebote vorgesehen. Die Entscheidung über diese Zusatzangebote wie eine Kinderklinik liegt beim Hessischen Sozialministerium, weder bei der Stadt noch beim Kreis. Das dürfte auch dem Oberbürgermeister bekannt sein.“

 

Eindeutiger geht’s nicht

 

Kritik, die bei Korwisi nicht gut ankommt: „Eindeutiger und positiver als in der vergangenen Woche geschehen kann man sich nicht zum neuen Klinikum bekennen. Ich habe gesagt, dass Bad Homburg sehr stolz darauf ist, dass das wohl modernste Krankenhaus Deutschlands in unserer Stadt steht.“ Um das zu untermauern, führt der OB auf, was die Stadt bereits geleistet habe. So sei der Bebauungsplan für den Gesundheits-Campus im Schnelldurchgang zur Rechtskraft gebracht und die Wünsche des Klinikums dabei umfassend berücksichtigt worden. Man habe akzeptiert, dass die Stadtwerke nicht den Wärmeversorgungsauftrag für die Klinik erhalten haben. Zudem habe die Stadt umgehend mit dem Bau der Erschließungsstraßen für das neue Klinikum und mit dem Umbau der Kreuzung begonnen – und das unter Aufwendung von nicht unerheblichen städtischen Mitteln.

„Der Vitos-Kompromiss wird von mir begrüßt, lässt sich zurzeit aber baurechtlich nicht umsetzen. Ich erwarte vom Landrat, dass er – außer Pressemitteilungen zu verschicken – endlich den zwischen uns beiden verabredeten Vorschlag unterbreitet, wie eine Baugenehmigung für Vitos möglich gemacht werden könnte“, sagt Korwisi.

Die öffentliche Diskussion habe nicht er, sondern Krebs’ Parteifreund Holger Bellino angezettelt. Korwisi hält diese Diskussion für „schädlich, nicht konstruktiv und wenig zielführend“.
 

Foto: hin
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Alles ist beim Umzug genau organisiert: Gerade wird wieder ein Patient vom alten ins neue Krankenhaus gebracht. 	Fotos: Lohrmann
Umzug der Hochtaunusklinik ist geschafft

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