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Eine Klinik zieht um

Von Aufbruchstimmung ist spürbar bei der Belegschaft der Hochtaunusklinik in Usingen. Der Umzug in den Krankenhausneubau steht unmittelbar bevor.
Peter Tiefenbach wird am Wochenende den Umzug der Patienten in die neue Hochtaunusklinik leiten. Dr. Peter Oldorf (li.) und Dr. Julia Hefty verlassen sich auf den Sicherheitsmanager, nehmen aber auch  an der Organisation teil. 	Foto: loh Peter Tiefenbach wird am Wochenende den Umzug der Patienten in die neue Hochtaunusklinik leiten. Dr. Peter Oldorf (li.) und Dr. Julia Hefty verlassen sich auf den Sicherheitsmanager, nehmen aber auch an der Organisation teil. Foto: loh
Usingen. 

Am Wochenende ist’s endlich so weit. Was ein ganzes Team an Verantwortlichen unter der Regie von der Geschäftsführerin der Hochtaunuskliniken, Dr. Julia Hefty, und dem Chefarzt des Usinger Krankenhauses, Dr. Peter Oldorf, nun schon seit Monaten plant, soll am Samstag stattfinden: der Umzug vom alten ins neue Klinikgebäude.

Die Schwierigkeiten einer solchen Aktion leuchten ein, wenn man bedenkt, dass es bei dem bevorstehenden Umzug um Patienten geht. Kranke, geschwächte und verletzte Menschen, die heute im alten Krankenhausgebäude in der Hattsteiner Allee gepflegt und versorgt werden, sollen dann in die Weilburger Straße befördert werden.

„Der einzelne Patient steht in jeder Minute der Aktion im absoluten Mittelpunkt“, bekräftigte Oldorf in einem Pressegespräch. Dazu wurden alle Klinikmitarbeiter verpflichtet, am kommenden Wochenende anzutreten.

Peter Tiefenbach, Sicherheitsmanager der Hochtaunusklinik und zuständig für den Ablauf des Umzugs, wird schon am Freitag entscheiden, welcher Patient um welche Uhrzeit verlegt werden soll. Dazu werden Identifikationskarten ausgestellt, die sämtliche relevanten medizinischen und organisatorischen Daten enthalten. „Schon beim Verlassen seines bisherigen Zimmers ist bekannt, auf welches neue Zimmer er gebracht wird“, erläuterte Tiefenbach. „Jeder einzelne Schritt wird außerdem penibel dokumentiert, damit uns keiner verloren gehen kann.“

Die Fahrten erfolgen in Fahrzeugen des Rot-Kreuz-Rettungsdienstes. Zehn bis fünfzehn Fahrzeuge mit jeweils zwei Mann Besetzung sowie zusätzliches „Bodenpersonal“ werden somit den Patienten-Umzug unterstützen. Zudem wird jede Fahrt von einem Notarzt begleitet – zur Sicherheit der Patienten.

Die Aktion startet bereits in aller Frühe. „Wir haben unsere Mitarbeiter für 6 Uhr bestellt“, sagte Dr. Hefty. Da erfolgt das erste Briefing, nebenan in einem Raum der Feuerwehr. Um 7 Uhr geht der Rettungsdienst an den Start. Die ersten Patienten werden gegen 8 Uhr in die Fahrzeuge gebracht. „Wir rechnen damit, dass wir gegen 12 Uhr hier im neuen Haus betriebsbereit sind.“

So wie die schätzungsweise 20 bis 25 Patienten, die am Samstag verlegt werden sollen, in beiden Häusern rundum versorgt werden, so wird auch die Notfallversorgung jederzeit gewährleistet sein. Darauf legen die Organisatoren größten Wert.

Mindestens bis 14 Uhr werde demnach der Betrieb in der Hattsteiner Allee noch aufrecht erhalten, bevor danach der gesamte Krankenhausbetrieb nur noch in der Weilburger Straße vonstatten geht.

Was dann noch an Geräten und Materialien im alten Gebäude verblieben ist, das befördert eine Umzugsfirma am Sonntag. Einige abkömmliche Geräte wurden schon ins neue Haus gebracht, manche durch neuere ersetzt. Auch die Betten werden nicht mehr gebraucht, die neue Klinik wurde mit elektrisch bedienbaren Betten ausgestattet.

„Es ist sicherlich eine logistische Herausforderung“, fasste Dr. Oldorf das Vorhaben zusammen. „Aber es ist alles gut durchdacht.“ Wenn der Umzug hier wie geplant glatt über die Bühne geht, dann brauchen die Bad Homburger keine Angst vor ihrem eigenen im März zu haben.

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