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Bellino attackiert Korwisi

Von Das sind schwere Geschütze, die der Landtagsabgeordnete Holger Bellino (CDU) gegen Michael Korwisi (Grüne) auffährt: Von „Scheinheiligkeit“ in Sachen Vitos- Ansiedlung auf dem Gesundheits-Campus ist die Rede. Ebenso geißelt er das Verhalten des OBs in Sachen Kinderklinik. Der so Gescholtene gibt sich gelassen.
Holger Bellino Holger Bellino
Hochtaunus. 

Eigentlich gilt Holger Bellino, Landtagsabgeordneter und gesundheitspoltischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, als ruhiger Vertreter seiner Zunft.

Wenn er aber so lospoltert wie jetzt, dann dürfte bei ihm der berühmte Geduldsfaden mit einem Schlag in winzigste Teilchen zerbröselt sein. Sein Vorwurf: Der Bau des Gesundheits-Campus werde von OB Michael Korwisi (Grüne) und den Verantwortlichen im Homburger Rathaus torpediert.

Und weiter: Es sei schon ein Treppenwitz, dass Bad Homburg als Gesundheitsstandort neue Unternehmen dieser Branche ansiedeln wolle und gleichzeitig das Akutkrankenhaus, welches das Rückgrat der gesundheitlichen Versorgung in Bad Homburg bilde, ständig in seiner Entwicklung behindere. Konkret wirft Bellino Korwisi vor, die Ansiedlung von Vitos verhindern zu wollen und sich dafür hinter Baurechtsfragen zu verschanzen, wonach auf dem Areal nicht mehr genügend Platz vorhanden sei.

Der Kreis habe seinerzeit ein Gesamtentwicklungskonzept für den Campus vorgelegt, so Bellino. Er habe somit darauf vertrauen können, dass Bad Homburg auch im eigenen Interesse die Realisierung der ausstehenden Projekte möglich mache. Es sei daher „mehr als befremdlich“, dass die Stadt auf dieses Entwicklungskonzept nur unzureichend Rücksicht nehme, so Bellino weiter.

Auch in Bezug auf die Kinderklinik wirft Bellino dem OB „Doppelzüngigkeit“ vor. Korwisi könne sich nicht hinstellen und behaupten, er wolle eine Kinderklinik für Bad Homburg, und im Nachsatz anmerken, eine Kinderklinik hätte aufgrund anderer Bauvorhaben keinen Platz. Dass der Bau einer solchen Einrichtung nur mit einer Befreiung von B-Plan-Vorgaben gehe, sei allen – auch Korwisi – klar gewesen.

Die Vorwürfe Bellinos wies Korwisi als „wenig hilfreich“ zurück. Er sei längst mit Landrat Ulrich Krebs und dem Ersten Kreisbeigeordneten Uwe Kraft (beide CDU) in „sehr konstruktiven Gesprächen“.

Korwisi betonte, dass er, wenn Vitos einen genehmigungsfähigen Antrag stelle, diesen auch genehmigen werde, weil Baurecht als Bundes- und Landesrecht Willensbekundungen des Stadtparlaments vorgehe, die 2010 und 2012 auch mit Stimmen der CDU verabschiedet wurden. „Dies ist dem Landkreis und Vitos bekannt.“

Dass der B-Plan keine Möglichkeit mehr zulasse, weitere Gebäude zu genehmigen, liege nicht an der Stadt, sondern am Kreis. Denn bei der Vorlage des Gesamtentwicklungskonzepts sei noch keine Rede von einer Kinderklinik oder einer psychiatrischen Klinik gewesen. Zudem seien schon jetzt mehr Flächen überbaut worden als zunächst geplant.

Anstatt bei anderen die Schuld für die derzeit missliche Lage zu suchen, „solle sich Bellino lieber darum kümmern, dass sein Parteifreund, Sozialminister Grüttner, uns für die Behandlung von erkrankten Kindern einen Vorschlag unterbreitet“, so Korwisi. Dann würden Stadt und Kreis auch eine Kinderklinik dort etablieren.

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