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Matthias Jenny fliegt in die Pampa

Matthias Jenny, Edgardo Malaroda und Stefan Majer (v. links). Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Matthias Jenny, Edgardo Malaroda und Stefan Majer (v. links).

Es ist der letzte Jahresempfang für den Chef des Palmengartens, Dr. Matthias Jenny , denn im Frühling des kommenden Jahres beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt – die Rente. Weil er familienbedingt eine sehr enge Beziehung zu Argentinien pflegt, steht der Empfang ganz im Zeichen des südamerikanischen Landes. Doch wurde auch des Gründervaters der Frankfurter „Oase“, Heinrich Siesmayer , gedacht, der in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden wäre.

Um auf ihn, auf Jenny und auf Argentinien anzustoßen, strömen über 200 Gäste in die Galerie des Palmenhauses. Nur Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), die gemeinsam mit Jenny eingeladen hatte, fehlt: „Sie kann aus familiären Gründen nicht dabei sein, wird aber spontan und sehr gut von Stadtrat Stefan Majer (SPD) vertreten“, sagt Jenny.

Gewohnt launig, aber nicht gerade erfreut verkündet Jenny nicht wirklich Lustiges: Der Bau seines geliebten Blüten- und Schmetterlingshauses verzögert sich, „es wird wohl erst 2019 fertig“. Grund für die Verzögerung sei „ein Formfehler bei der Vergabe“. Dass somit die Fertigstellung und Eröffnung nicht (mehr) in seine Amtszeit fallen wird, wurme ihn nicht, so Jenny. „Wichtig ist doch, dass die Personen, die kommen, einen guten Job machen“, sagt der Schweizer. Er freut sich bereits auf die fünfte Ausgabe des Frühlingsballes, der am 24. Februar in der „Jubelhütte“, wie er das Palmengarten-Gesellschaftshaus gern salopp nennt, über die Bühne geht. „Außerdem bin ich mir sicher, dass ich zur Einweihung eingeladen werde“, feixt er.

Zu den Besuchern des Jahresempfangs zählen unter anderem die Präsidentin der Goethe-Universität Birgitta Wolff. Zum Botaniker Jenny hat die Wirtschaftswissenschaftlerin einen guten Draht. „Ich werde ihn vermissen“, sagt die 52-Jährige. „Mir wird ein schöngeistiger, breit interessierter Partner bei der Entwicklung von Bildung und Wissenschaft in Frankfurt fehlen.“ Der Palmengarten liege zwar auf ihrem Nachhauseweg, „aber ich bin leider nicht oft hier. Ich genieße aber, dass ich die Möglichkeit hätte, jederzeit hineinzugehen“.

Renate von Metzler , die zum Kuratorium der Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten gehört, sagt, dass sie vor allem Jennys „Menschlichkeit und seine Liebenswürdigkeit“ vermissen werde. Und der argentinische Generalkonsul Edgardo Malaroda sagt: „Ich habe Matthias Jenny über den Zoodirektor Manfred Niekisch kennengelernt, der ein begeisterter Tango-Tänzer ist.“ Jenny, dessen Großmutter Elsa Wildermuth-Jenny in Argentinien lebte, fliegt im kommenden Jahr „mitten in die Pampa“, wo seine Familie seit mehr als 20 Jahren das Naturschutzgebiet „Reserva Natural Federico Wildermuth“, das gut 400 Kilometer von Buenos Aires entfernt liegt, hütet.

(es)
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