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Von Affenbanden und einer Entführung

Gemeinsam mit Lehrerin Natalie Lengle und Dramaturgin Ruth Schröfel durften die Schüler schon vorab einen Blick auf die Bühnenbilder der Burgfestspiele Bad Vilbel werfen. Dabei gab es viel zu lachen.
Die Reporter im Keller der Bad 

Vilbeler Burg. 	Alle Fotos: Privat Die Reporter im Keller der Bad Vilbeler Burg. Alle Fotos: Privat
Bad Vilbel. 

Vor eineinhalb Wochen startete die neue Theatersaison der Vilbeler Burgfestspiele mit der Kinderoper „Die Entführung aus dem Serail“, aber bereits einige Wochen zuvor herrschte in der Wasserburg schon ein geschäftiges Treiben. In der Nähstube zum Beispiel wurde eifrig an den neuen Kostümen für „Pünktchen und Anton“ genäht, in der Werkstatt hörte man eine Kreissäge – das Bühnenbild für die „Entführung aus dem Serail“ entsteht, Männer laufen hin und her. „Alle haben einen genauen Plan im Kopf, was zu tun ist,“ erklärte Dramaturgin Ruth Schröfel.

An die 100 Leute kümmern sich seit Anfang April darum, dass bei den Burgfestspielen im Sommer sozusagen alles glatt über die Bühne geht. An einem Tag kurz vor der Premiere kamen noch 23 zusätzlich dazu – die Kinder der P4db der Europäischen Schule Rhein Main und ihre Lehrerin besuchten die Wasserburg im Zuge des Zing-Projektes der Frankfurter Neuen Presse.

Genau wie die Mitarbeiter der Burgfestspiele hatten auch die Schüler eine genaue Aufgabe zugeteilt bekommen – beobachten, fotografieren, Fragen stellen und mitschreiben – und waren mit Kameras und Reporterblöcken startklar für eine Führung „hinter die Kulissen“ der Festspiele, wo normalerweise keine Besucher hingelangen. Einer dieser geheimnisvollen Orte ist die Schneiderei, wo die Kinder Spannendes über die Kostüme erfuhren. Für das Stück „Pünktchen und Anton“ sei der Aufwand mit zehn verschiedenen Kostümen beispielsweise eher gering – im Gegensatz dazu bräuchten Musicals eine enorme Anzahl an verschiedenen und sehr aufwändigen Kostümen, lernten sie.

 

Giftgrünes Bühnenbild

 

Nach der Nähstube ging es weiter zur Schreinerei. Hier war aber nur ein Blick durch die großen, geöffneten Tore erlaubt, aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen. Geduldig wurden aber auch hier die Fragen der Kinder beantwortet und erklärt, warum auf einem Blatt ausgerechnet Segelschiffe abgebildet sind. Sie dienten als Vorlage für die großen Schiffe, die für „Die Entführung aus dem Serail“ benötigt wurden und am vorvergangenen Wochenende schließlich bei der Premiere zu bewundern waren.

Eine rot-weiße Kette versperrte Neugierigen den Zutritt zur Burg. „Probe – Betreten verboten“ stand auf dem Schild. Wir durften in Begleitung von Ruth Schröfel aber trotzdem eintreten und konnten einen Blick auf das giftgrüne Bühnenbild des „Dschungelbuchs“ erhaschen. Eine Choreografin stand auf der Bühne und ging mit den Schauspielern die Schritte durch. „Im Moment stecken die Schauspieler noch mitten in der Probe, aber wenn sie bei der Vorführung in ihren Affenkostümen auf die Bühne kommen, könnte man fast meinen, sie wären echt“, erklärte uns Ruth Schröfel augenzwinkernd. Bei der fröhlichen Musik bekamen einige Schüler Lust, mitzutanzen. Doch das ging nicht, es gab ja noch jede Menge andere Dinge zu entdecken und zu fotografieren.

 

Ein verheerender Scherz

 

Als nächstes ging es mit Ruth Schröfel auf den Palas mit schönem Ausblick und Sonnenschirmen. Zum Schluss gab sie der Klasse im Burgkeller noch ein Interview. Auf die Frage, ob es bei den Burgfestspielen schon mal eine Panne gab, fiel ihr ein fast verheerender Scherz von vergangenem Jahr ein, der zu einer Panne hätte führen können, wenn die Schauspieler nicht so professionell reagiert hätten.

In der Schlussaufführung von „Charlys Tante“ zog der Regiehospitant das Kostüm der besagten Tante an und erschreckte den Darsteller des Butlers damit fast zu Tode. Dieser durfte sich natürlich nicht anmerken lassen, dass diese Szene nicht zum eigentlichen Ablauf gehörte, auch wenn sich die anderen Darsteller hinter den Kulissen vor Lachen nicht mehr halten konnten.

Kinder dürfen sich in diesem Sommer außer dem „Dschungelbuch“ im Bühnenlicht der Burgfestspiele auch auf die Stücke „Pünktchen und Anton“ und „Die Entführung aus dem Serail“ freuen und vor allem genau aufpassen. Vielleicht gibt es ja wieder den ein oder anderen versteckten Scherz des Festspielteams.

 

Klasse P4db der Europäischen Schule RheinMain in Bad Vilbel-Dortelweil

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