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S & K-Prozess beginnt im September

Frankfurt. 

Der mit Spannung erwartete Wirtschaftsprozess gegen drei Verantwortliche der S & K-Gruppe und drei Unternehmer beginnt am 24. September vor dem Frankfurter Landgericht. Nach Mitteilung der Justizbehörde hat die 28. Große Strafkammer die Anklage, die die Frankfurter Staatsanwaltschaft im Januar erhoben hatte, teilweise zugelassen. Die Strafverfolger werfen den sechs Angeklagten gewerbs- und bandenmäßigen Betrug, gewerbs- und bandenmäßige Untreue beziehungsweise Beihilfe zu beidem vor.

Die 3150 Seiten umfassende Anklageschrift beschreibt nach Angaben des Landgerichts, wie sich die Angeklagten, vornehmlich die Geschäftsführer Stephan S. und Jonas K., systematisch Kapital beschafften, indem sie Anleger täuschten und so Auszahlungsansprüche gekündigter Lebensversicherungsverträge erlangten.

Die Angeklagten sollen im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften verschiedene Fonds aufgelegt und durch deren Vertrieb mehrere Tausend Kapitalanleger mit hohen Renditeversprechen über die Werthaltigkeit der Anlagen getäuscht haben. Außerdem sollen sie über den Kauf weiterer Fondsgesellschaften aus den aufgelegten Fonds Gelder manipulativ abgezogen haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Gesamtschaden in Höhe von 240 Millionen Euro aus.

Mit dem Anklage-Beschluss vom 28. Juli ist das Hauptverfahren eröffnet. Nicht zugelassen wurden Teile der gegen zwei der Unternehmer gerichteten Vorwürfe, unter anderem im Zusammenhang mit der Auflage und dem Vertrieb eines Fonds. Das Verfahren gegen einen angeklagten Anwalt und Notar wurde abgetrennt. Das Landgericht hat für die Hauptverhandlung einen vorläufigen Terminplan veröffentlicht, der bis in den Februar 2016 reicht. Das S & K-Verfahren gilt als eines der größten Wirtschaftsverfahren in der Nachkriegsgeschichte.

(chc)
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