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Mitinhaber der Kapitalanlagefirma: S & K-Prozess: Täter geriert sich als armes Opfer

Symbolbild: Justitia Symbolbild: Justitia
Frankfurt. 

Von allen Seiten wurde Jonas K., S & K, von Erpressern, Verleumdern und Betrügern angegangen – gestern gab der 34-Jährige Details aus seinem Leidensweg als millionenschwerer Anlagebetrüger von S & K bekannt.

Ständig schwebte über ihm und den anderen Verantwortlichen das Damoklesschwert, jemand könnte im Internet oder diversen Medien behaupten, das Geschäftsmodell der Firma sei betrügerisch und habe allein den Zweck, den gutgläubigen Anlegern das Geld aus der Tasche zu ziehen. „Schmierlappen“ oder „Nullzensur“ hießen die entsprechenden Internetseiten, auf denen gegen S & K zu Felde gezogen wurde. K. und seinem Kompagnon Stephan S. wurden des Drogenhandels bezichtigt, die Eltern von K. würden durch die kriminellen Machenschaften des Sohnes in den Selbstmord getrieben und die Freundin des alerten, aber wohl betrügerischen Kapitalanlagespezialisten sei eine Prostituierte.

Es sei ein „dreckiger Krieg“ gewesen, der da geführt worden sei, sagte K. Fast überflüssig dabei der Hinweis, das wiederum der schnöde Mammon Hintergrund der ganzen Kampagne gewesen war. Mehrfach seien an solche „Erpresser“ Beträge in sechsstelliger Höhe geflossen, um weitere Machenschaften dieser Art zu verhindern, so K. Schlimmste Folge: Immer wieder seien Polizei und Staatsanwaltschaft über diese Macharten informiert und mit Strafanzeigen eingedeckt worden. „Und niemals gab es dort irgendwelche Reaktionen“, sagte K. Die Ermittler seien in einer ganz anderen Richtung tätig gewesen, „und auch Herr Bodenbenner machte nichts“. Der genannte Staatsanwalt blickte relativ entspannt in Richtung der großen Leinwand, die der Angeklagte K. für seine Einlassungen erneut über mehrere Stunden hinweg in Anspruch genommen hatte.

(ge)
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