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S&K-Skandal: S&K-Betrüger müssen im Knast bleiben

Sie zockten Millionen durch Immobilienbetrügereien ab und lebten im Luxusrausch. Dann kam die bittere Landung auf dem Boden der Tatsachen – und der Einzug in den Knast.
Möbel im Kolonialstil, Sessel, Sofas und teure Feste: so ging es lange in der S&K-Villa. Doch dann kam der Absturz. Foto: Christes Foto: Christes Möbel im Kolonialstil, Sessel, Sofas und teure Feste: so ging es lange in der S&K-Villa. Doch dann kam der Absturz. Foto: Christes
Frankfurt. 

Sechs mutmaßliche Immobilienbetrüger um die Frankfurter Gesellschaft S&K bleiben wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt bei einer erneuten Haftprüfung fast zwei Jahre nach der Großrazzia gegen die Gruppe entschieden. Von den sieben Hauptverdächtigen wurde lediglich ein 50 Jahre alter Rechtsanwalt nach 21 Monaten unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt, wie das Gericht am Montag mitteilte. Er muss seine Ausweise abgeben, sich wöchentlich bei der Polizei melden und eine Kaution von 100 000 Euro hinterlegen. Eine weitere Untersuchungshaft wäre bei ihm laut Aussage des Oberlandesgericht nicht verhältnismäßig.

Bilderstrecke Inventar der S&K-Villa wird versteigert
Möbel im Kolonialstil, Sessel, Sofas und Elektrogeräte: Anfang des Jahres flogen die betrügerischen Machenschaften der Investmentfirma S&K auf. Jetzt wird das gepfändete Inventar der S&K-Villa online versteigert.

<br><br>Unter <a href="http://www.perlick.de" target="_newtab">www.perlick.de</a> kann ab Mittwoch jeder mitbieten.

<br><br>Alle Fotos: ChristesEin Laufband der Firma Water Walker.Diese Buddha-Statue wartet im Vorgarten des Anwesens auf einen neuen Besitzer.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat in dem Mega-Verfahren eine Anklage noch in diesem Jahr angekündigt. Die Firmengründer sitzen mit vier mutmaßlichen Komplizen seit dem 19. Februar 2013 in Untersuchungshaft. Sie stehen unter dem Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges und teilweise auch der schweren Untreue. Den von der Gruppe mittels eines Schneeballsystems angerichteten Schaden hat die Anklagebehörde zuletzt auf rund 200 Millionen Euro beziffert. Tausende Anleger sind betroffen.

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Melanie Bergermann von der Frankfurter Redaktion der „Wirtschaftswoche“ hat die dubiosen Geschäfte der S&K Unternehmensgruppe recherchiert. Gestern nun ist sie für ihre im Januar erschienene Titelgeschichte mit dem „Georg von Holtzbrinck“-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet worden. Dass sich eine Reporterin wie sie Feinde macht, musste sie in diesem Jahr auf besonders üble Weise erfahren.

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Mitte der Woche füllte sich die VIP-Loge der S&K-Gruppe in der Commerzbank-Arena wohl zum letztem Mal mit Leben: Die Familie von Jonas Köller, einem der beiden mutmaßlichen Anlagebetrüger, sah sich das Konzert von Depeche Mode an. Die Konzertkarten wurden schon vor Monaten bezahlt.

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(In unserem Special finden Sie alle Infos zum S&K-Skandal.)

(dpa)
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