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S&K-Prozess: S&K-Angeklagter wehrt sich gegen Vorwürfe

Im Mammutprozess um die mutmaßlichen Anlagebetrüger der S&K-Gruppe hat am Mittwochmorgen die mit Spannung erwartete Einlassung des Hauptangeklagten Jonas Köller begonnen. Er wehrte sich gegen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft und warf den Strafverfolgern einseitige Ermittlungen vor.
Frankfurt. 

Der Hauptangeklagte Jonas Köller hat sich am Mittwochmorgen gegen Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gewehrt, er habe mit seinem Kompagnon Stephan Schäfer und der S&K-Gruppe Geschäfte auf Kosten von Anlegern gemacht und in seine eigene Taschen gewirtschaftet. Anders als von den Strafverfolgern dargestellt, seien die S&K-Gesellschaften für ihn "kein Selbstbedienungsladen" gewesen.

Seinen aus Sicht der Staatsanwälte ausschweifenden Lebensstil habe er mit seinem regulären Jahresgehalt (im Tatzeitraum 1,2 Millionen Euro) und nicht mit Anlegergeldern bestritten. Köller räumte zwar ein, für private Zwecke Darlehen aus S&K-Gesellschaften entnommen und auch mit Firmenkreditkarte bezahlt zu haben. Diese Privatausgaben habe er aber später samt Zinsen zwischen vier und 18 Prozent zurückgezahlt. Der Staatsanwaltschaft warf Köller vor, die Ermittlungen auf sehr dünner Grundlage begonnen zu haben.

Mit der Großrazzia mit 1300 Beamten und Hubschraubereinsatz sei dann der "Point of no Return" überschritten gewesen: Die Strafverfolger hätten an ihrer Ermittlungshypothese, dass es sich bei den S&K-Geschäften um Betrug handelte, festhalten müssen. Die Staatsanwaltschaft wirft den insgesamt fünf Angeklagten vor, einen Schaden von 240 Millionen Euro verursacht und mehr als 1300 Anleger betrogen zu haben.
 

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