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Tor zur Leipziger Straße: Privatinvestor erwirbt Ladengalerie an der Warte

Die Ladengalerie ist das Tor zur Leipziger Straße, also beste Lage im Stadtteil. Nun hat sie ihren Besitzer gewechselt und mancher fürchtet steigende Mieten und Verdrängung in den 152 Wohnungen. Der neue Eigentümer hat aber andere Pläne.
Wechselte den Besitzer: Die Landengalerie am Eingang zur Leipziger Straße Foto: Holger Menzel (Holger Menzel) Wechselte den Besitzer: Die Landengalerie am Eingang zur Leipziger Straße
Bockenheim. 

Die Ladengalerie, dort an der Ecke Leipziger Straße und Adalbertstraße, hat ihren Eigentümer gewechselt. Im Dezember 2017 wurde der Verkauf des markanten wie großen Komplexes mit Cafés, Friseursalons und Kiosken beim Notar angemeldet. Jetzt gab es grünes Licht von der Stadt; sprich: Die Stadt nimmt ihr Vorkaufsrecht nicht in Anspruch.

Im Stadtteil macht dieser Verkauf manchem Nachbarn Sorgen. Diese wurden auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 2 (Westend, Kuhwald, Bockenheim) deutlich vorgetragen. Zu dem Komplex gehören nämlich auch 152 Wohnungen, die zwischen 30 und 150 Quadratmetern groß sind. Drohen nun Luxussanierung und hohe Mieten? Was passiert mit den 55 sozial geförderten Wohnungen? „Es ist kein gutes Zeichen, dass die Stadt hier nicht ihr Vorkaufsrecht genutzt hat“, sagte etwa Annette Mönich vom Stadtteilbüro Bockenheim. „Schließlich werden bereits viele von hier verdrängt.“

Nichts Großes geplant

Gekauft hat den Komplex ein Frankfurter Privatinvestor, der namentlich nicht genannt werden möchte. Auf Anfrage teilte er jedoch mit: „Die Galerie ist für mich eine Langzeitinvestition, kein Spekulationsobjekt.“ Derzeit seien alle Wohnungen und Gewerberäume vermietet. Man habe das Objekt in gutem Zustand übernommen. Grund für größere Baumaßnahmen gebe es nicht.

Dass die Stadt ihr Vorkaufsrecht nicht nutzte, erklärt Mark Gellert, der Sprecher des Dezernats Planen und Wohnen, auch damit, dass es nicht das Ziel sei, möglichst viele Grundstücke und Gebäude aufzukaufen. Das ließe sich gar nicht bezahlen. „Wir wollen vielmher möglichst viele Abwendungsvereinbarungen schließen, damit die Anwohner nicht durch hohe Mieten verdrängt werden.“ Eine solche Vereinbarung wird zwischen Käufer und Stadt geschlossen. Damit verpflichtet sich der Eigentümer größere bauliche Veränderungen von der Stadt genehmigen zu lassen. Dazu zähle, so Gellert, wenn etwa eine Sauna oder ein Wintergarten eingebaut werden soll. Mietwohnungen können zudem nicht ohne weiteres in Eigentumswohnungen oder Büros umgewandelt werden. Auch müsse eine energetische Modernisierung, deren Kosten ja auf die Mieter umgelegt werden können, in einem vernünftigen Verhältnis von Energieeinsparung und Mieterhöhung stehen.

„Das wäre ein Erfolg“

Eine solche Abwendungsvereinbarung wurde auch mit dem neuen Eigentümer der Ladengalerie geschlossen. Zudem stehe man in weiteren Verhandlungen, sagt Gellert, die Sozialwohnungen um weitere zehn Jahre als solche zu erhalten. Diese laufen nämlich Ende 2021 aus.

„Wenn das gelingt, wäre es ein Erfolg“, sagt etwa Hans-Jürgen Hammelmann. Er sitzt für die Linke im Ortsbeirat. Er bleibe aber skeptisch. In dem Bau sei seit mehr als 20 Jahren nicht viel gemacht wurden. Spielraum für energetische Modernisierung gebe es also und damit auch für steigende Mieten.

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