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Wahlkampf: Plakate sollen Bernadette Weyland bekannt machen

Von Der Oberbürgermeister-Wahlkampf geht in die heiße Phase: Seit dem vergangenen Wochenende ist Wahlwerbung im öffentlichen Raum erlaubt. Mehrere Kandidaten haben Großflächenplakate aufstellen lassen. Bei der CDU wird es bis zum Wahltag am 25. Februar wöchentlich einen anderen Slogan geben.
CDU-Kandidatin Bernadette Weyland (60) plakatiert sich selbst. Auf der linken Plakathälfte wird jede Woche ein neuer Spruch zu lesen sein. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) CDU-Kandidatin Bernadette Weyland (60) plakatiert sich selbst. Auf der linken Plakathälfte wird jede Woche ein neuer Spruch zu lesen sein.
Frankfurt. 

Auf den Wahlplakaten wirkt Bernadette Weyland ein wenig verträumt. Beim Ortstermin am Montag präsentierte sich die CDU-Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl aber tatkräftig, griff zur Bürste, um die letzten Teile ihres Porträts auf dem Großflächenplakat in der Mitte der Senckenberganlage glattzustreichen. CDU-Prominenz wie Parteichef Jan Schneider und Fraktionschef Michael zu Löwenstein halfen mit – auch um zu demonstrieren, dass Weyland entgegen anderslautender Meldungen durchaus aus ihrer Partei unterstützt wird.

Start mit Thema Schule

„Wenn es nach mir ging, bräuchten wir gar keine Plakate“, sagt Weyland, schränkt aber gleichzeitig ein: „Dann müssten aber alle Kandidaten mitmachen.“ Das tun sie natürlich nicht. Und Weyland weiß auch, dass sie gegenüber Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD) deutlich an Bekanntheit aufholen muss und deshalb auch auf Plakate angewiesen ist. Auf 100 Großflächen ist die CDU-Kandidatin zu sehen. Links von ihrem Porträt ist jeweils ein politischer Slogan zu lesen, der wöchentlich ausgetauscht wird.

In dieser Woche startet sie mit dem Thema Schule. „Wer Schulen will, wählt Weyland“, steht auf den Plakaten. Konkreter gehe es nun einmal in dieser Kürze nicht, sagt die Kandidatin. „Aber in den letzten fünf Jahren ist beim Thema Schule gar nichts passiert“, sagt sie. Ihren „Masterplan Schule“ wird sie erst in der kommenden Woche präsentieren. Bereits im vergangenen November hatte sie im Interview mit dieser Zeitung für Investitionen in die Schulen eine Milliarde Euro innerhalb von fünf Jahren gefordert. Verwundert habe sie jetzt festgestellt, dass Feldmann genau diese Forderung ebenfalls aufgegriffen habe, sagte sie gestern.

Bis zur Wahl will sie den Frankfurtern jede Woche ein neues Thema auf den Plakaten präsentieren. Wohnen, Kitas, Mobilität und Sicherheit stehen noch auf ihrem Plan. Auf aktuelle Entwicklungen wird sie eventuell noch mit kleinformatigen Plakaten reagieren. Derzeit hängen an den Laternenmasten Tafeln mit dem Slogan „Wer Frankfurt liebt, wählt Weyland“. CDU-Aktive haben sie ehrenamtlich aufgehängt – eine professionellen Dienstleister könnte sich Weyland nicht leisten. Ihre Kampagne finanziert sie größtenteils aus Spenden. Sie hofft, auf diese Weise 350 000 Euro zusammenzubringen.

Merkel hat keine Zeit

Das Geld ist schnell verbraucht, allein ein Großflächenplakat kostet bis zum Wahltermin 250 Euro. Nicht alle Ideen passten ins Budget. So wird zum Beispiel Weylands Programm nicht auf einem USB-Stick verteilt. Es sind aber noch einige Veranstaltungen geplant. So hat die CDU-Politikerin ausgewählte Gäste eingeladen, „99 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“ zu feiern – ein „wichtiges Thema für Frankfurt“, wie sie findet.

Unterstützung erhofft sich Weyland vor allem aus den Stadtbezirksverbänden der CDU, Promis machen sich rar. Ministerpräsident Volker Bouffier wird für Weyland werben, und das war’s auch schon. Angela Merkel ist angefragt, aber die Frankfurter OB-Kandidatin hat Verständnis dafür, dass die Bundeskanzlerin bisher nicht zugesagt hat. „Sie hat mit der Regierungsbildung derzeit anderes zu tun.“

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