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Wochenmarkt: Neuer Markt an der Friedberger Warte wird gut angenommen

Von Die Wohngebiete rund um die Friedberger Warte sind seit fast zehn Jahren fertig – doch auf einen Wochenmarkt warteten die Anwohner lange vergeblich: Nun gibt es ihn, immer dienstags von 8 bis 18 Uhr.
In der Morgensonne sitzen die ersten Besucher des Wochenmarkts vor dem Foodtruck von Kaffeeröster Norbert Bienfait hinter der Friedberger Warte. Foto: Rainer Rüffer In der Morgensonne sitzen die ersten Besucher des Wochenmarkts vor dem Foodtruck von Kaffeeröster Norbert Bienfait hinter der Friedberger Warte.
Bornheim. 

Es ist kurz nach Neun, auf den Platz an der Friedberger Warte scheint die Sonne. Kirsten und Christian Küthe haben ihren älteren Sohn in die Kita gebracht, der jüngere sitzt auf Papas Schoß, auf dem kleinen Bistrotisch vor ihnen stehen zwei Cappuccini. Viel ist noch nicht los auf dem Wochenmarkt an der Friedberger Warte, der an diesem Tag zum zweiten Mal stattfindet. „Warten Sie ab, am Nachmittag kommen sicher mehr Besucher. Das war vergangene Woche auch so“, sagt Kaffeeröster Norbert Bienfait, vor dessen Café-Truck das Ehepaar sitzt. Und tatsächlich: Ab 15 Uhr füllt sich der Platz zwischen den dreizehn Marktständen mehr und mehr. Am Weinstand sind bald darauf alle Bänke belegt, der Bäcker hat kaum noch Ware. Im Brunnen spielen barfuß ein paar Kinder. Auf den ersten Blick ist der neue Wochenmarkt ein Erfolg.

Händler sind zufrieden

Das sehen Dieter Krause von der Biogärtnerei „Blattlaus“ und Peter Schmidt, der aus seinem restaurierten Citroen-Oldtimer-Lieferwagen heraus Apfelsaft und –wein verkauft, auch so. „In der vergangenen Woche hatte es schon gut angefangen, wir waren zufrieden“, sagt Krause. Alle Töpfchen mit frischen Kräutern hatte er am Abend verkauft. „Der Wochenmarkt wird sicher ein Treffpunkt für die Nachbarschaft“, ist Schmidt überzeugt. Philipp Hensel vom Imbiss-Stand „Kartoffeleck“ ist ebenfalls optimistisch. „Ich musste sogar beim Metzger Würstchen nachkaufen, weil die Nachfrage so groß war.“

Auch die Mischung stimme, ist Andre Remmel überzeugt. Er verkauft Fleisch und Wurst, von Hähnchen über Kalbfleisch und Lamm bis hin zu Wild. „Die Stadt hat den Wochenmarkt als Spezialitätenmarkt in Angriff genommen. Und wenn man sich umschaut, hat sie es geschafft, hochwertige Angebote zu versammeln.“

Auch die Oberräder Gärtnerei Jung gehört dazu, das Hofgut Hanstein aus Maintal verkauft Eier und Nudeln aus eigener Herstellung, Kadir Özer aus Rödermark bietet „Spezialitäten aus Griechenland, Türkei, Italien und Spanien“, wie die Aufschrift seines Verkaufswagens verrät.

Sei fast zehn Jahren wohnt Marcella Sohmen-Stöhr mit ihrer Familie nahe der Friedberger Warte. „Vor allem mein Mann hat jahrelang gedrängelt, wann denn endlich der Markt eröffnet.“ Vor allem frische lokale Produkte wie Obst, Gemüse und Brot zögen sie auf den Wochenmarkt, sagt Kirsten Küthe. „Damit der Supermarkt endlich Konkurrenz hat.“ Bislang gab es an der Warte nur diesen, eine Drogerie, eine Apotheke und einen Optiker. Immerhin: Vor wenigen Jahren eröffnete in der Nähe ein Discounter.

Platz wurde nicht fertig

Der Wochenmarkt hingegen ließ auf sich warten: Die Stadt ließ sich Zeit mit Planung und Bau des Platzes, der vor acht Jahren südlich der Warte entstand, als die Friedberger Landstraße komplett auf die Nordseite des historischen Turms verlegt wurde. Erst 2017 wurde er fertig.

Immerhin sei der Platz zu Füßen der Warte schön geworden, findet Remmel. „Das ist vielleicht der schönste Wochenmarkt der ganzen Stadt.“ Hensel stimmt ihm zu. „Mit dem Brunnen und den spielenden Kinder, das ist schon toll.“

Ob der Markt sich auf Dauer etabliere, bleibe abzuwarten, sind sich die Markthändler bei allem Optimismus einig. Remmel erinnert sich an den Versuch der Stadt vor 15 Jahren, in Sossenheim einen Markt zu etablieren. „Drei Wochen lang lief es super. Doch dann kamen immer weniger Kunden. Und bald blieben die ersten Händler weg.“ Drei Jahre später schloss der Wochenmarkt. Nicht nur Besucher aus der Nachbarschaft kommen an diesem Tag zum Markt an die Friedberger Warte: Marlis Schnepper ist mit ihrem Mann und Freunden extra vom Dornbusch gekommen, um sich den Markt anzuschauen. „Wir kaufen sonst oft in Bornheim oder an der Konstabler Wache auf dem Markt ein. Aber auch hier gefällt es uns.“

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