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Pfingstturnier des TuS Nieder-Eschbach: Handballern gelingt der große Wurf

Tradition hat das Pfingstturnier auf der Bezirkssportanlage. Zum 50. Mal lud der TuS Nieder-Eschbach dazu ein.
Laura Kömpel (TuS Nieder-Eschbach) steigt hoch zum Wurf, die Spielerinnen der SG Bruchköbel können sie nicht stoppen. Bilder > Laura Kömpel (TuS Nieder-Eschbach) steigt hoch zum Wurf, die Spielerinnen der SG Bruchköbel können sie nicht stoppen.
Nieder-Eschbach. 

Am frühen Nachmittag fährt Marc und seinen Teamkameraden endlich die letzte Kälte aus den Gliedern. Die Handballer vom Aachener Sportverein Schwarz-Rot (ASV) haben gerade auch ihr zweites Spiel gewonnen. Rund 125 Handballer vom ASV haben sich Marc und den anderen angeschlossen, um beim 50. Pfingstturnier der Handballer des Turn- und Sportvereins Nieder-Eschbach mitzuspielen.

Dutzende Zelte haben sie dafür auf der Bezirkssportanlage in der Heinrich-Becker-Straße aufgebaut. Marc hat in zwei Schlafsäcken genächtigt, um der Kälte am Pfingstwochenende zu trotzen. Die nächste Nacht wird zwar kaum wärmer, doch diese Bedingungen nehmen die Handballer aus Aachen gerne in Kauf.

„Seit 2006 spielen wir hier schon mit kurzer Unterbrechung mit. Die Atmosphäre ist immer cool, man trifft auf Freunde, die man hier in den letzten Jahren kennengelernt hat“, schwärmt Marc. Jene Gründe haben rund 1800 Handballer aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus auf die Bezirkssportanlage geführt.

Laura Kömpel ist von diesem Zulauf noch immer überwältigt. Die Schriftführerin der Handballer des TuS Nieder-Eschbach zählt zu den treibenden Kräften hinter dem Pfingstturnier. „Seit 15 Jahren hatten wir nicht mehr so viele Teilnehmer“, freut sie sich.

Tolle Bedingungen bieten

Ein paar neue, vereinsinterne Maßnahmen habe man in die Wege geleitet, um das Pfingstturnier noch größer ausfallen zu lassen. Dass es sich dabei ausgerechnet um das 50. Jubiläum handele, sei schön. „Aber die Zahl ist eigentlich egal. „Wir möchten tolle Handballbedingungen bieten. Und das ist uns gelungen“, betont Laura.

Bereits am Freitag wurde das Pfingstturnier mit einem Fassanstich und einer Party eingeläutet. Am Samstag stieg erst der Sport-Schaub-Cup für E- bis B-Jugend-Handballer, anschließend traten Firmen-, Freizeit- und Vereinsmannschaften zum 5. Eschbacher Bembel Turnier an. Beim Pfingstturnier für A-Jugend sowie aktive Männer- und Frauenmannschaften am Sonntag traten auch Laura und ihr Team sowie Marc und seine Vereinskollegen aus Aachen an. 90 Teams hatten gemeldet.

Um auf jenen Erfolg hinzuarbeiten, hatten Laura und andere TuS-Mitglieder bereits im Februar begonnen, das Turnier vorzubereiten. „Seitdem haben wir uns jede Woche zwei Mal getroffen, Dinge wie die Verpflegung und Unterbringung der Sportler organisiert und mussten uns Genehmigungen bei der Stadt für Zelte und Musik einholen“, sagt die Schriftführerin. Doch um als Handballabteilung noch erfolgreicher zu sein, reicht auch das stärkste ehrenamtliche Engagement nicht aus. Weil der TuS öffentliche Anlagen und Hallen benutzt, ist er oft auf das Entgegenkommen der Stadt angewiesen.

Die Miete senken

Beim TuS Nieder-Eschbach würde man sich daher darüber freuen, wenn die Stadt die Hallenkosten für die Handballer reduziert. „10 000 bis 17 000 Euro zahlen wir dafür im Jahr. Und die Kosten sind in den letzten Jahren stets gestiegen. Für einen mittelgroßen Verein, wie wir einer sind, ist das eine riesige Summe“, sagt Laura Kömpel. Vor allem in Zeiten, in denen der Verein Abstriche machen muss: Denn die festen Trainingszeiten eignen sich kaum für Jugendliche und junge Erwachsene, denen auch aufgrund von Turbo-Abi und Studium oft kaum Raum für Freizeit bleibt. „Sie ziehen dann lieber Sportarten vor, die flexible Trainingszeiten ermöglichen.“

Beim TuS Nieder-Eschbach weiß man es daher mehr als zu schätzen, dass die lokal ansässige Sanitärfirma Bruder und Feucht als Sponsor für das Pfingstturnier wirkt. „Aber es würde nicht schaden, wenn sich noch weitere Sponsoren finden, die uns unterstützen, damit wir für junge Menschen die optimalen Handball-Bedingungen schaffen können“, hofft die Schriftführerin.

Am Pfingstturnier jedenfalls muss nichts verbessert werden – zumindest aus Sicht der Aachener Sportler. „Wir sind hier bestens versorgt und der Spaß kommt trotz Regen und Hagel nicht zu kurz. Auch wenn das Wetter im nächsten Jahr schlecht sein sollte, wir werden auf jeden Fall wieder kommen“, verspricht Marc.

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