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Ferienende: Frankfurts Schulen sind voll wie nie - noch fehlen 20 Lehrer

Von Die Sommerferien sind vorüber. Am Montag geht die Schule in Frankfurt für etwa 60 000 Kinder und Jugendliche und 9000 Lehrer wieder los. Es sind mehr Schüler und mehr Lehrer als je zuvor.
Symbolbild Symbolbild
Frankfurt. 

Auch in Frankfurt fehlen Lehrer. „20 Stellen mit rund 600 Wochenstunden könnte ich bei uns noch besetzen“, sagte gestern Wolfgang Kreher, Leiter des Staatlichen Schulamtes. Bereits am Donnerstag hatte Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) eingeräumt, dass landesweit 100 Grundschullehrer fehlen. Kreher kann zum Schuljahresbeginn am Montag dennoch beruhigen, erwartet er doch kaum Unterrichtsausfälle. Lediglich eine Grundschule habe bislang angekündigt, dass zwei Unterrichtstunden nicht abgedeckt werden können.

Schule ist derzeit schwierig. Das geht nicht nur vielen Eleven so, sondern auch der Verwaltung. Rund 80 der 100 Planstellen, für die beamtete Lehrer fehlen, konnte Kreher schon mit „Seiteneinsteigern“ oder Vertretungen besetzen; auf Angestelltenbasis. Weitere Einstellungen können bis zum Winter erfolgen. Dabei gibt es eine klare Prioritätenliste: Am wichtigsten ist die „Grundversorgung“, dann folgt die „Differenzierung“ und zuletzt der „Sozialindex“. Danach können sie etwa in schwierigen Klassen als zweite Lehrkraft aushelfen. Nur in dieser Kategorie fehlten in Frankfurt Kapazitäten, so Kreher.

Endgültige Zahlen über die Schüler hat das Staatliche Schulamt noch nicht, sondern liefert lediglich Prognosen. Demnach gibt es etwa 24 700 Grundschüler, 1300 mehr als im alten Schuljahr. Für rund 6000 Abc-Schützen beginnt das Schulleben am Dienstag mit der Einschulung. 24 335 Kinder und Jugendliche werden in den weiterführenden Schulen erwartet, ein Plus von 2256. Hinzu kommen noch etwa 6500 Kinder in allgemeinbildenden Privatschulen und rund 28 000 Berufsschüler.

Es gibt rund 9000 Lehrer in Frankfurt, davon 7500 Beamte und rund 1500 Angestellte. Diese teilen sich 5482 Planstellen, rund 200 mehr als vor einem Jahr.

Ärger um Zuweisung

Bei den weiterführenden Schulen gibt es jedes Jahr Ärger, weil viele Eltern weder ihren Erst- noch den Zweitwunsch erfüllt bekommen, ihre Kinder also in Schulen müssen, in die gar nicht wollen. Das war jetzt wieder so, berichtete Kreher. 544 Kinder kamen ins Zuweisungsverfahren, im vergangenen Jahr waren es 484. Etwa 300 Gymnasialwünsche und 240 Wünsche für eine Integrierte Gesamtschule konnten nicht erfüllt werden.

„Es gab 70 Widerspruchsverfahren“, sagte Kreher. „Im Vorjahr waren es 120.“ Im Gegensatz zum Jahr 2016, als 30 Eltern zuletzt vor das Verwaltungsgericht gezogen sind, um dem Kind einen besseren Schulplatz zu besorgen, waren es vor diesem Schuljahreswechsel nur vier Verfahren. Die Stadtelternbeiratsvorsitzende Alix Puhl ist zornig: „Selbst Rechtsanwälte raten von einem Verwaltungsgerichtsverfahren ab.“ Daher sage der Rückgang der Gerichtsverfahren über die schwierige Situation in dem Übergang der 4. zur 5. Klasse nichts aus.

Immerhin, so berichtete Kreher, werde die neue Kooperative Gesamtschule (KGS) in Niederrad sehr gut angenommen. „Sie haben alle Plätze besetzt und wie geplant eine Hauptschulklasse, zwei Realschul- und drei Gymnasialklassen eröffnen können.“

Bauarbeiten beendet

Seitens des Stadtschulamtes, das im Gegensatz zum Staatlichen Schulamt für die Schulgebäude zuständig ist, hieß es, alle Bauarbeiten in den Schulen seien rechtzeitig zum Ende der Ferien fertig geworden. Puhl lobte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) auch, weil diese sich engagiert für Betreuungsangebote am Nachmittag einsetze.

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