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Verkehrschaos: Baustellen auf der Hanauer Landstraße: Nichts geht mehr in Fechenheim

Von Auslöser für Staus in anderen Straßen des Ostends sind die Baustellen auf der Hanauer Landstraße. Daher fordert der Ortsbeirat, schneller zu arbeiten. Auch soll der Verkehr auf der Umleitung für Schwerverkehr um die Neckermann-Brücke besser fließen.
Kreuz und quer stehen die Fahrzeuge in der Carl-Benz-Straße, hier am Abzweig zur Felix-Wankel-Straße. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Kreuz und quer stehen die Fahrzeuge in der Carl-Benz-Straße, hier am Abzweig zur Felix-Wankel-Straße.
Fechenheim. 

Es ist ein Ärgernis für Autofahrer: Rund um die Baustellen an den Straßenbahn-Haltestellen, Daimlerstraße, Dieselstraße und Hugo-Junkers-Straße staut sich auf der Hanauer Landstraße täglich der Verkehr, mit Auswirkungen auf den gesamten Frankfurter Osten. Doch nicht nur die Hanauer Landstraße ist ein Problem. Auch auf der Ausweichroute für Lastwagen um die marode Neckermann-Brücke durch die Adam-Opel- und Carl-Benz-Straße herrscht zurzeit Chaos – darin sind sich die Mitglieder des Ortsbeirats einig. Mit einem Brief an die zuständigen Ämter machen sie nun fünf Vorschläge, wie die Situation verbessert werden kann.

Zum einen greift CDU-Ortsbeirat Sebastian Schugar, der den einstimmig beschlossenen Brief formulierte, eine Idee der SPD auf. Die hatte in einem Antrag gefordert, dass künftig auf der Hanauer Landstraße rund um die Uhr, auch sonn- und feiertags, gebaut werden müsse – auch dieser Antrag beschloss der Ortsbeirat einstimmig. In dem Brief heißt es zudem, dass länger gearbeitet werden soll, „möglichst auch nachts“.

Nachtarbeit ist nötig

„Nachtarbeit kostet fast das Doppelte wie am Tag“, gab FDP-Ortsbeirat Detlef Stange zu bedenken: Vielleicht sei das der Verwaltung zu teuer. „Die nervlichen Schäden , die Autofahrer jeden Tag im Stau erleiden, sind mehr als doppelt so hoch“, findet hingegen der stellvertretende Ortsvorsteher, Johnny Zimmermann (CDU). „Es mag ja ungewöhnlich sein, dass die Linke Nachtarbeit fordert. Aber auf der Hanauer Landstraße ist das nötig“, erklärte Linke-Ortsbeirat Stefan Klee. Bei Autobahnen und Straßenbahn-Baustellen gehe das auch.

Den Verkehrsfluss in der Adam-Opel-Straße zurzeit auch das normalerweise problemlose Parken von Lastwagen auf der Nordseite der Straße, so der Ortsbeirat. Die Straße sei zwar breit, aber wenn Lastwagen hier parken, aber kämen schwere Laster aus beiden Richtungen, müsse der eine auf den anderen warten und der Verkehr komme fast zum Erliegen, sagt Schugar, der auch im Vorstand des Gewerbevereins ist. Deshalb soll die Stadt hier ein Parkverbot verhängen, bis die Neckermann-Brücke neu gebaut und für Lastwagen wieder passierbar ist.

Schneller nach Offenbach

Die Carl-Benz-Straße sei die zentrale Straße im Gewerbegebiet am Oberhafen und Verbindung von der Hanauer Landstraße nach Offenbach. In der Adam-Opel-Straße sei genug Platz, um an der Kreuzung zur Carl-Benz-Straße einen eigenen Linksabbieger Richtung Offenbach einzurichten. So fließe der Verkehr schneller ab.

Eng wird es auch am Abzweig von der Hanauer Landstraße in die Dieselstraße: Der Schwerverkehr wird hier entlang umgeleitet. Bild-Zoom Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA
Eng wird es auch am Abzweig von der Hanauer Landstraße in die Dieselstraße: Der Schwerverkehr wird hier entlang umgeleitet.
Beschleunigen will der Ortsbeirat auch das Linksabbiegen von der Dieselstraße – der Verlängerung der Carl-Benz-Straße – auf die Hanauer in Richtung Innenstadt: Der Linksabbieger soll bereits in der Carl-Benz-Straße zweispurig werden, „Platz dafür gibt es hier“, sagt Schugar. Abschalten könne man die Ampel an der Kreuzung Felix-Wankel-Straße / Daimlerstraße. Da die Daimlerstraße hin zur Hanauer gesperrt ist, sei die Ampel überflüssig und halte nur den Verkehr zwischen Ost- und Oberhafen auf.

Bei der Ortsbeiratssitzung kritisierten auch Bürger die Verkehrslage in Fechenheim. Eine Dame erklärte, man komme im Süden Fechenheims zurzeit über die Starkenburger- und Dieburger Straße kaum mehr aus dem Stadtteil, weder nach Offenbach noch zur Frankfurter Innenstadt. „Zur A 661 brauche ich eine halbe bis dreiviertel Stunde. Ich kann nur wählen, in welchen Stau ich mich stelle.“

Ähnliches berichteten Anwohner aus Fechenheim-Nord aus der Bebraer und der Wächtersbacher Straße. Viele Autofahrer nutzen auch die Birsteiner Straße als Abkürzung stadteinwärts, um zwei Ampeln auf der Wächtersbacher Straße zu umfahren, erzählt etwa Josef Funk von der Bürgerinitiative Fechenheim-Nord – trotz „Anlieger frei“-Beschilderung. Und eine Dame fordert für die Bebraer Straße ein Durchfahrtverbot für Lastwagen und Motorräder – was nicht gehe, weil dies eine wichtige Zufahrt zum Gewerbegebiet Fechenheim-Nord sei, erklären mehrere Ortsbeiratsmitglieder.

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