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Baugebiete in Nieder-Eschbach: „Arrondierung“ auf den Gärtnerei-Grundstücken

Von Im Ortsbeirat 15 werden jetzt die ersten Ideen für neue Baugebiete in Nieder-Eschbach vorgestellt. Überplant werden auch die Grundstücke zweier Gärtnereien.
Eine Möglichkeit künftiger Nutzung will die Stadt sich und der Gärtnerei eröffnen: Bebauung mit Wohnungen. Im Ortsbeirat Nieder-Eschbachs werden Bebauungspläne vorgestellt. Foto: Rainer Rüffer Eine Möglichkeit künftiger Nutzung will die Stadt sich und der Gärtnerei eröffnen: Bebauung mit Wohnungen. Im Ortsbeirat Nieder-Eschbachs werden Bebauungspläne vorgestellt.
Nieder-Eschbach. 

Auf rund zehn Hektar könnten einige hundert Wohnungen entstehen: Im Süden von Nieder-Eschbach plant die Stadt zwei neue Baugebiete mit der Bezeichnung 917 und 920. Dabei handele es sich, so Dr. Marcus Gwechenberger, Referent von Baudezernent Mike Josef (SPD), um „Arrondierungen, die lediglich für die Zukunft neue Optionen ermöglichen sollen“. Es gehe also nicht darum, bestehende Unternehmen zu gefährden.

Denn Bebauungsplan 920 sieht Wohnbebauung auf der Fläche von 3,58 Hektar vor, auf dem jetzt zwei Gärtnereien angesiedelt sind. Das Gebiet mit dem Namen „Am Hollerbusch“ befindet sich im Süden Nieder-Eschbachs westlich der U-Bahn-Trasse beidseits der Straße „Am Hollerbusch“. Dabei liegt, wie das Planungsamt mitteilt, die Fläche zwischen dieser Straße und der Stadtbahntrasse bereits brach. Für das Gelände der zweiten Gärtnerei zwischen der Straße „Am Hollerbusch“ und dem „Frankfurter Graben“ bestünden „seitens der Eigentümer Entwicklungsabsichten“.

Wie die aussehen, dazu sagen die Eigentümer nichts. Eine Anfrage dieser Zeitung brachte lediglich die unwirsche Antwort, dass noch nichts entschieden sei und man sich zu dem Thema nicht öffentlich äußern wolle.

Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU) hat Verständnis: „Die Gärtnerei sollte fortgeführt werden. Jetzt befürchtet der Familienbetrieb wohl, zu künftigen Erschließungskosten herangezogen zu werden. “

Bestandsschutz gilt

Gwechenberger jedoch beteuert: „Die Gärtnereien genießen Bestandschutz. Niemand ist verpflichtet, seinen Betrieb aufzugeben.“ Im übrigen sei mit den Besitzern der beiden Unternehmen gesprochen worden. Die eine Gärtnerei wolle unter Umständen schon kurzfristig aufhören. Nach Gwechenbergers Kenntnis befinden sich die Grundstücke im Besitz der Gärtnereien. Die Firmen müssten also nicht befürchten, dass ihnen ein Pachtvertrag gekündigt werde, um das Gelände lukrativer zu verwerten.

Schräg gegenüber des Gebiets „Am Hollerbusch“, östlich der Bahnlinie, grenzt das Gebiet „Nieder-Eschbach Süd“ direkt an die bestehende Bebauung an. Es misst 6,6 Hektar. Im regionalen Flächennutzungsplan ist hier schon Wohnbebauung geplant.

Laut Gwechenberger sollen auf den beiden Flächen Geschossbau, aber auch Einfamilienhäuser möglich sein: Entlang der Bahntrasse die höheren Häuser, an den Rändern im Osten und Westen hingegen Einfamilienhäuser. „Wir streben wie überall an, dass 30 Prozent geförderter Wohnraum entstehen“, so der Referent aus dem Baudezernat.

Infrastruktur für Kinder

Der Ortsvorsteher versteht: Grundsätzlich müsse die Stadt dem Umstand Rechnung tragen, dass Wohnungsbau gefordert wird. Erleichtert, dass die Bebauung des Pfingstberges nicht geplant ist, fürchtet Müller dennoch: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

Die Planung stehe ganz am Anfang. „Die Stadt muss erklären, wie der Verkehr laufen soll, sie muss bedenken, dass in dem Wohngebiet Familien mit Kindern Platz finden. Da stellt sich dann auch wieder die Frage, welche Infrastruktur der Ort ansonsten für Kinder hat.“ Hier denkt Müller an die marode Schulturnhalle, aber auch an den fehlenden Kunstrasenplatz des TUS. „Nieder-Eschbach trägt immer die Lasten des Frankfurter Wachstums. Wir sollten davon auch profitieren“, forderte Müller. Eine Möglichkeit sei auch die Einrichtung eines betreuten Wohnens für Senioren nahe des Ortskernes. „Da gibt es interessierte Sozialverbände. Bei der Stadt hatte dies bislang – mit Verweis auf die Seniorenheime im Ben-Gurion-Ring und in benachbarten Stadtteilen – keine Priorität. Aber mit dem neuen Baugebiet im Süden ergeben sich Möglichkeiten.“ Gwechenberger sieht dies ähnlich. Die Möglichkeit genossenschaftlichen oder generationenübergreifenden Bauens könnte zur Auflage für Investoren gemacht werden.

Die Ortsbeiratssitzung

Die Sitzung des Ortsbeirats beginnt am Donnerstag, 26. Oktober, um 19 Uhr. Die Pläne können bereits von 18.30 Uhr an eingesehen werden in der großen Aula der Otto-Hahn-Schule, Urseler Weg 27.

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